Außer-Haus-Konsum: Heißes Geschäft stellt Wei...
Renate Kühlcke
Außer-Haus-Konsum

Heißes Geschäft stellt Weichen für morgen

Dienstag, 14. Juli 2015

FRANKFURT Immer mehr Menschen – vor allem immer mehr Kinder und Jugendliche – essen unter der Woche nicht mehr mit der Familie, sondern mit Kollegen und Gleichaltrigen in Betriebs- oder Schulkantinen oder unterwegs.

Die Gruppe bestimmt also zunehmend das Ernährungsverhalten, tradierte Konsumgewohnheiten verlieren ihre Vorbildfunktion. Vom allgemeinen Rückgang des Familienessens profitiert ein zuverlässig wachsender Geschäftszweig, dem sich verständlicherweise kaum ein Lebensmittelunternehmen verschließt.


Entsprechend groß ist der Wettbewerb um jeden Euro für den schnellen Bissen. Ob Bedienungsgastronomie, Schnellservicerestaurants und Imbisse, Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung oder Erlebnis- und Freizeitgastronomie, handwerkliche Fleischer mischen auf jedem dieser Geschäftsfelder mit. Es gibt Trends, die ihnen in die Karten spielen. Frische und Regionalität, gehören dazu. Aber selbstverständlich rollt der Euro nicht von allein in die Kasse.

Top-Qualität ist ein Muss, um sich im Markt von anderen oft billigeren Anbietern erfolgreich abzuheben. Außerdem läuft es ohne exakte Definition der Zielgruppe(n) nicht rund. Jugendliche und Schüler werden noch zu selten als Abnehmer ernst genommen. Das mag am schwierigen Geschäft mit den Schulessen liegen. Diese Super-Snacker sollte der Fleischer jedoch als qualitätsbewussten Kunden von morgen heranziehen.

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 29/2015
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