Dezentrale Strukturen: Regional ist optimal
Jörg Schiffeler
Dezentrale Strukturen

Regional ist optimal

Dienstag, 10. November 2020

FRANKFURT Reinhold Koller vom bayerischen Vieh- und Fleischhandelsverband (VF-Bayern) geht auf die Barrikaden. Anlass dafür bietet ihm die Forderung der Tierrechtsorganisation Peta, den Schlachthof Furth im Wald zu schließen.

Während sich Gesellschaft und Politik im Zuge des Corona-Infektionsgeschehens in der Fleisch- und Geflügelwirtschaft heftig über den Wert regionaler Schlachtstätten auseinandersetzen, schlagen die Tierrechtler einen komplett anderen Weg ein. In Trumpscher Manier wird ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und dem Ausbruch von Pandemien hergestellt und damit Angst verbreitet. Die Organisation Peta entlarvt ihr eigentliches Ziel: Am besten den Fleischkonsum einstellen und die Schlachtbetriebe zusperren.


Wenn das mal so einfach wäre. Schließlich tragen Lebensmittel tierischen Ursprungs zu einer gesunden Ernährung bei, weil Rind, Schwein und Co. über wichtige Nährstoffe verfügen. Und so lange hierzulande der Appetit auf Fleisch ziemlich stabil bleibt und nur drei Prozent der Haushalte kein Fleisch einkaufen, könnten Bauern und Tierschützer zusammen mehr fürs Tierwohl erreichen. Mit Appellen an einen bewussten Konsum aus heimischer, dezentraler Erzeugung, der die Wertschöpfung obendrein vor Ort hält.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 46/2020
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