Fleischerbilanz: Wer sich bewegt, gewinnt Erl...
Fleischerbilanz

Wer sich bewegt, gewinnt Erlöse

FRANKFURT Die Zeit spielt für die Fleischer. Das zeigt sich immer deutlicher. Die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres kann sich sehen lassen. Auch wenn es unterm Strich weniger fleischerhandwerkliche Betriebe in der Bundesrepublik gibt, so können mehr Marktteilnehmer ein Umsatzplus in ihren Büchern ausweisen.

Die gesellschaftlichen und politischen Debatten um die richtige Ernährung und den verantwortungsbewussten Fleischkonsum sowie der Megatrend der Regionalität nützen den Metzgern. Wer das begreift und in seinem täglichen Handeln beherzigt, profitiert und macht Gewinn.


Richtig gutes Fleisch und handwerklich hergestellte Fleischwaren erleben eine Renaissance: Mit Qualitäten abseits der Standardware sind sie gefragte wertvolle Lebensmittel, mit denen einige Gesellschaftskreise sogar angeben.

Das Fleischerhandwerk hat die Chance, sich mit einzigartigen Produkten zu profilieren – und das mit einem Wertschöpfungsprozess von der Erzeugung bis zur Vermarktung. Die Zusammenarbeit mit dem Landwirt vor Ort ist mehr denn je ein Glücksfall für die lückenlose Dokumentation vom Stall bis in die Theke. Das gelingt mit Massenware nicht überzeugend, wenngleich die Rückverfolgbarkeit nachvollzogen werden kann.

Steak- und Burger-Restaurants schießen wie Pilze aus dem Boden. Wer dort essen geht, wird auch besondere Teilstücke oder Fleisch besonderer Herkunft sowie gereifte Qualitäten im Fachgeschäft nachfragen. Darauf sollten sich die fleischerhandwerklichen Betriebe noch besser einstellen. Im Wettbewerb mit gut sortierten Supermärkten und Kaufhäusern müssen sich die Metzger behaupten. Deshalb muss das Angebot aus der Metzgerei auch exklusiv sein, vor allem aber anders. Wer das anbietet, was es nebenan gibt, wird bei allem Service eines Meisterbetriebs das Nachsehen haben.

Daneben haben die Fleischer noch viel Luft im Imbissgeschäft. Hier überzeugen die 2015-er Zahlen nicht. Mit dem Snack zwischendurch lässt sich gutes Geld verdienen. Augen auf, was läuft!

Quelle: afz 6/2016
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