Frisches Angebot für frische Kundschaft

Frisches Angebot für frische Kundschaft

Kommentar von Kathrin Grünewald zur Zielgruppenorientierung

Einfach nur Metzgerei sein, das reicht heute nicht mehr. Die Kunden wollen ein Plus, wenn sie das Geschäft betreten. Wozu sollten sie sonst vorbeischauen, wenn sie im Einzelhandel alles kaufen können, was der Fleischer auch im Angebot hat? Da heißt es, sich gut zu positionieren. Und sich gut zu positionieren heißt, sich seine Kunden und mögliche künftige Kunden genauer anzuschauen.

Ideen der Konzeptgestaltung gibt es viele: möglichst hochwertig mit einem ausgesuchten Fleisch-Edelsortiment für den Fleischgourmet, möglichst vielseitig durch Sortenvielfalt und Zusatzsortimente für die breite Masse, möglichst gastronomiebetont mit Imbissgeschäft und Mittagstisch – oder auch eine Mischung daraus. Damit der Rubel rollt, ist allein wichtig, dass das eigene Konzept das Publikum vor Ort anspricht – Stammkunden, aber auch Manchmal-Kunden und Noch-nicht-Kunden.

Einen Typus, den sich die Metzger gegebenenfalls näher anschauen sollten, ist der „Gesundheitsbewusste“. Dazu zählen Voll- und Teilzeitvegetarier, Fitnessanhänger, aber auch breite Teile aus allen Gruppen. Und besonders locken kann man diese Klientel über den Imbiss und das Mittagsgeschäft. Das bedeutet nicht, dass das bestehende Angebot frischem Obst und Gemüse weichen muss, es sollte ergänzt und besonders beworben werden. Also: Die Kundschaft kritisch beleuchten und mal was ausprobieren.
Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 39/2014
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