Immer mehr sorgt nicht für Klarheit

Immer mehr sorgt nicht für Klarheit

Kommentar von Renate Kühlcke zum Kennzeichnungswahn

Im September 2009 hat das damalige BMELV die Initiative „Klarheit und Wahrheit“ auf den Weg gebracht. Damals lösten Käse- und Schinken-Imitate eine Diskussion um irreführende und täuschende Lebensmittelkennzeichnung und -aufmachung aus, die bis heute tief im Verbraucherbewusstsein verankert ist und das große Misstrauen gegen Angaben auf dem Etikett erklären.

Und doch steht die Bedeutung der Kennzeichnung für den Verbraucher außer Frage. Hier sucht er Information über die Eigenschaften und Merkmale von Lebensmitteln. Da aber selbst ein gesetzeskonformes Etikett oft verwirrt, ist auch der Gesetzgeber gefordert, die Kennzeichnungspflichten nicht nur stetig zu ergänzen ohne schon Verpflichtendes regelmäßig zu überprüfen – sondern sich auch ans Entrümpeln zu trauen.
Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 7/2015
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