Lebensmittelmarketing: Zahlen, was es wert is...
Lebensmittelmarketing

Zahlen, was es wert ist

FRANKFURT Wann greifen Verbraucher tiefer in die Tasche? Diese Frage wird nach Meinung von Prof. Ulrich Hamm von der Universität Kassel im deutschen Lebensmittelsektor zu wenig diskutiert. Was in anderen Industriezweigen gängige Praxis sei, nämlich die Kunden für ersichtlichen Mehrwert zur Kasse zu bitten, sieht Hamm auch ohne Weiteres für besondere Lebensmittel gegeben.

Hamms Kurs zielt auf die Bedürfnisse der deutschen Verbraucher ab, die Fleisch mit Mehrwert wie dem Plus am Tierwohl auch bezahlen würden. Der Experte sieht darin den Weg aus der Billigpreispolitik.

Fraglich ist, ob die These für alle Kunden greift und ausreichend Kaufkraft verspricht, um die ganze Wirtschaft umzupolen.

Recht hat der Experte aber mit den Wünschen nach ersichtlichen Mehrwerten. So generieren Fleischer im Imbissgeschäft bereits im kleinen Maßstab erhebliche Margen mit convenienten Angeboten, sei es eine praktische Verpackung für die Currywurst oder der sofort verfügbare Obstsalat im Becher.

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 28/2015
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