Leistung finanzierbar erhalten

Leistung finanzierbar erhalten

Kommentar von Bernd Feuerstein zur Strukturreform

In Sachsen wird derzeit ein großer Wurf vorbereitet. Der Verband will zu einer Landesinnung fusionieren. Finanzielle Gründe zwingen die Berufsorganisation zu diesem Schritt.

Der Landesverband verliert - wie auch andere - immer mehr Mitglieder und damit auch Einnahmen. Trotz aller Sparbemühungen lässt sich so ein Haushalt nur schwer ausgleichen. Irgendwann ist unweigerlich das Ende der Fahnenstange erreicht und die Verbandsarbeit gefährdet. Diesen Zeitpunkt sieht der Sachsenverband bald gekommen und steuert nun rechtzeitig dagegen.

Ein Coup, den der Landesinnungsmeister landen will, ist die Einsparung bei den Gebühren zur Kreishandwerkerschaft. Im Fall einer Landesinnung könnten sich die 240 sächsischen Betriebe einer einzigen Kreishandwerkerschaft anschließen. Und das wird dann die mit den besten Leistungen zum günstigsten Preis sein. Hier stehen fünfstellige Zahlen im Raum,  die in diesem Fall zu sparen sind. Damit lässt sich eine ordentliche Verbandsarbeit noch einige Zeit erhalten. Vor allem, wenn zusätzlich noch die Geschäftsführungskosten der Innungen wegfallen.

Ein weiterer Vorteil  sind einheitliche Informationen. Eine zentrale Geschäftsführung könnte alle Mitglieder gleichermaßen mit wichtigen Fakten versorgen und dabei trotzdem auf die regionalen Belange eingehen.

 

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 35/2014
stats