Organisationsstrukturen: Zukunft braucht Weit...
Organisationsstrukturen

Zukunft braucht Weitsicht und Mut

FRANKFURT In Sachsen ist so etwas wie ein Geniestreich gelungen: Mit viel Überzeugungsarbeit, guten Argumenten und einem in die Zukunft gewendeten Blick, hat Landesinnungsmeister Thomas Keller mit seinem Vorstandsteam und der Geschäftsstelle eine strukturpolitische Aufgabe gemeistert.

Zur Bewältigung einer starken Lobbyarbeit, die sich Gehör in Gesellschaft und Politik verschaffen will, muss sich die Selbstorganisation der Metzger zukunftsgerecht aufstellen. Die weitaus meisten Mitglieder des Sächsischen-Fleischer-Innungs-Verbands verstehen, dass ein „Weiter so wie bisher“ nicht funktionieren wird.


Ziel der Sachsen ist es, eine Landesinnung zu bilden. Dagegen wehren sich Kreishandwerkerschaften, die durch die Bildung neuer Landkreise unter Druck geraten und an Einfluss zu verlieren drohen. Oft sind es aber auch die „ewig Gestrigen“, die einer Neuaufstellung für eine zukunftssichere Verbandsarbeit im Wege stehen.

Die überfällige Strukturreform braucht viele Ideen. Mit viel Mut und Weitsicht lassen sich Ängste gegenüber einer Reorganisation abbauen. Die Sachsen haben erkannt, dass gemeinsam mehr drin ist. Das gilt für die viel stärker nach außen wirkende Interessenvertretung, als auch nach innen mit Blick auf die Beitragsentwicklung.

Auch im Westen der Republik müssen Veränderungen für ein zukunftsfähiges Modell her. 40 Jahre nach den Kreisreformen gibt es immer noch viele Landstriche mit mehreren Innungen pro Landkreis. Mutig ist, wer sich beispielsweise in Bautzen, Frankfurt oder in der Eifel informiert, wie die Kollegen die Fusionen erfolgreich bewältigt haben.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag "Gemeinsam ist mehr drin" von Jörg Schiffeler.

Quelle: afz 12/2016
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