Schlachtviehmärkte: Hausse und Baisse decken ...
Schlachtviehmärkte

Hausse und Baisse decken Licht und Schatten auf

FRANKFURT Die Entwicklung auf den Schlachtvieh- und Fleischmärkten treibt den einen Sorgenfalten auf die Stirn, anderen ist eine spürbare Erleichterung an den Gesichtszügen ablesbar.

Die Schweinemärkte in Deutschland und Europa stecken nicht nur durch politische Entwicklungen in der Krise. Die auf Wachstum getrimmte Erzeugung kann nicht kurzfristig der Nachfrage angepasst werden, und neue Märkte sind schwer erschließbar. Zu groß ist die Lücke, die der Ausfall von Russland und Weißrussland als Abnehmer europäischen Schweinefleischs hinterlässt. Darauf reagieren die Märkte, die durch Angebot und Nachfrage gesteuert werden.


Deutschland steht im Vergleich zu seinen Nachbarn in Land- und Fleischwirtschaft gut da. In den letzten 20 Jahren haben die Kettenmitglieder große Beiträge für die Wettbewerbsfähigkeit geleistet. Jenseits des Rheins sieht das anders aus, wie die aktuellen Proteste zeigen.

Anlass zum Nachdenken gibt der Crash des Leitindexes, der VEZG-Notierung, dennoch. Die Hoffnung auf mehr Fleischverzehr durch günstige Angebote, wird sich nicht erfüllen. Die nächste Preisschlacht des Handels muss hingegen erwartet werden. Der Druck auf die Erzeuger nimmt weiter zu – bei allen Anstrengungen für mehr Tierwohl.

Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 32/2015
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