Spürsinn für Verbraucherwünsche

Spürsinn für Verbraucherwünsche

Kommentar von Jörg Schiffeler zu Aldi

Wenn Deutschlands größter Discounter Entscheidungen trifft, zucken Lieferanten – die Kunden aber fühlen sich verstanden. So war es schon bei der Anweisung an die Wursthersteller auf Geschmacksverstärker zu verzichten.

Wenn die Mülheimer von einer Sache überzeugt sind, handeln sie und warten nicht auf Gesetze – gibt es Verordnungen, fordert Aldi mehr. Der Händler analysiert genau Volkes Meinung und lässt diese in seine Einkaufspolitik und sein Marketing einfließen. Deshalb gibt es nicht nur Produkte aus der Region, sondern auch Fleisch und Wurst mit dem Label „Meine Metzgerei“.

Nach dem Angriff auf das Fleischerhandwerk reklamiert Aldi Süd nun das Tierwohl für sich – ebenfalls eine Domäne der Metzger, die im Gegensatz zum Discounter auf Klasse bauen. Billigstpreise passen nicht zu einer Politik, die vorgibt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 7/2015
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