Tierwohl hat’s als Kaufargument schwer

Tierwohl hat’s als Kaufargument schwer

Kommentar von Renate Kühlcke zum Fleischmarketing

Nähe, Vertrauenswürdigkeit und Transparenz – diese Attribute, die idealerweise von den Standards „Bio“ und „Regional“ erfüllt werden, dominieren das aktuelle Fleischmarketing. Nicht ohne Erfolg: Die differenzierten Angebote finden immer stärkere Beachtung, stehen aber auch in Konkurrenz zu einander.

Die Regionalität gilt als das „neue“ Bio und macht es der Öko-Nische noch schwerer, eine ausreichend große Käufergruppe für sich zu gewinnen. Das neue Schwergewicht unter den Fleischstandards, das Tierwohl, hilft da auch nicht. Für Nicht-Bio-Käufer ist weder die Auszeichnung „Bio“ ein Kaufargument noch die Auszeichnung „Tierwohl“. Der Nicht-Bio-Kunde schätzt hingegen die regionale Herkunft.

Schon diese ersten Ergebnisse einer Verbraucherbefragung lassen erahnen, wie schwer es das Marketing haben wird, die Tierwohl-Anstrengungen in die Breite zu kommunizieren und Bedarf zu wecken.
Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 41/2014
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