Fleischkonsum: Ein Hoch aufs Schwein
Fleischkonsum

Ein Hoch aufs Schwein

FRANKFURT Schweinefleisch hat es zunehmend schwer auf den deutschen Tellern. Das zumindest legt die aktuelle Versorgungsbilanz der BLE nahe: Demnach sank der Verzehr im vergangenen Jahr um fast ein Kilo pro Kopf.

Hier zeigt sich wohl ein gewisser Corona-Effekt: Die Menschen waren aufgrund der beiden Lockdowns mehr zu Hause und hatten gar nicht die Gelegenheit, ihr geliebtes Schnitzel in der Betriebskantine zu verzehren oder die Schweinemedaillons im Restaurant um die Ecke. Und zuhause wird kaum noch ein Kotelett in die Pfanne gehauen, so wie früher. Heute mögen es die Köche eher unkompliziert und greifen gern zum Hackfleisch. Das Geflügelfleisch wiederum genießt den Ruf, besonders mager und gesund zu sein. Genau das Richtige zum Beispiel für den selbstoptimierten Fitnessfanatiker. Wer sich aber was gönnen will, greift zum „edlen“ Rindfleisch und lässt sich dabei gern von besonderen Cuts mit coolen Namen verführen.

„Schweinefleisch fristet seit Jahren ein tristes Schattendasein. Zu unrecht!“
Sandra Sieler, stellvertretende Chefredakteurin
Und das Schweinefleisch? Das fristet seit Jahren ein tristes Schattendasein. Zu unrecht! Nicht nur, dass es sich ernährungsphysiologisch nicht hinter Pute oder Hähnchen verstecken muss. Besondere Tierrassen, eine aromatische Reifung oder exotische Rubs heben auch das Fleisch vom Borstenvieh geschmacklich auf ein neues Level. Ebenso gut können es besonders artgerechte Haltungsbedingungen sein, die dem Schweinefleisch mehr Wert verleihen, oder gleich alles zusammen. Die Highlights für sein Sortiment kann jeder Fleischer selbst setzen.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 12/2021
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