Klimaschutz: Kleine Schritte bringen voran
Monika Mathes
Klimaschutz

Kleine Schritte bringen voran

Dienstag, 06. Juli 2021

FRANKFURT Rund 15 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase rechnet die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) der industriellen Tierhaltung zu.

Dabei gilt vor allem Rindfleisch als einer der ärgsten Klimakiller – denn zum einen erhitzt das von Wiederkäuern ausgestoßene Methan unsere Atmosphäre. Aber auch die Abholzung von Regenwald zur Sojaproduktion trägt zur Erderwärmung bei.

Wie aktuelle Studien von Rügenwalder und Bäuerlicher Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall zeigen, lässt sich der CO2-Fußabdruck durch eine gezielte Auswahl von Futtermitteln zumindest verringern. Die Wolpertshausener etwa reduzieren die bei der Schweinemast entstehenden Treibhausgasemissionen, in dem sie Sojaschrot aus regionalem Anbau präferieren statt Äquivalente aus Südamerika zu importieren. Damit lockern die hiesigen Landwirte sogar noch ihre Fruchtfolgen auf, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und senken den Einsatz mineralischer Dünger. Auch bei Rügenwalder ist man sich darüber im Klaren, dass Futtermittel für fast zwei Drittel des Emissionsvolumens verantwortlich sind und eine Optimierung dringend erforderlich ist.

Ein wichtiger Ansatzpunkt, um den CO2-Fußabdruck gerade in der Rindfleischproduktion in den Griff zu kriegen: Bieten Sie Fleisch aus Weidehaltung an und weisen Sie Ihre Kunden darauf hin. Denn jeder Hektar Grünland, der zu Ackerland umgewandelt wird, entlässt im Boden gebundenes Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 27/2021
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