Ranking der Fleischwirtschaft 2019 Die Top 10 Gruppen

zusammengestellt von Jörg Schiffeler
Dienstag, 12. November 2019
2018 kamen weniger Schweine an die Schlachthaken.
Foto: jus
2018 kamen weniger Schweine an die Schlachthaken.

Die zehn größten Unternehmensgruppen der Fleischwirtschaft, darunter Tönnies, Westfleisch und Vion, setzten im Jahr 2018 gut 20,5 Mrd. Euro um. Das war eine halbe Milliarde weniger als 2017 und damit die erste Wachstumsdelle seit Jahren.
Die rückläufigen Erlöse sind Ausdruck eines Jahres, das – bis auf einen kurzen Peak im Sommer – im Zeichen niedriger Preise für Schweine und Schweinefleisch stand. Mit niedrigeren Notierungen sanken vielerorts auch die Umsätze. Das spürten auch Tönnies, Vion und Westfleisch, die allerdings weiterhin unangefochten an der Spitze des Rankings stehen.

Die Top 10 Unternehmen 2019

Tönnies-Gruppe, Rheda-Wiedenbrück

1.

Tönnies steht zwar weiterhin unangefochten an der Spitze der zehn größten Unternehmen der Fleischwirtschaft in Deutschland. Der Familienkonzern musste aber Umsatz abgeben. Im Jahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 6,65 Mrd. Euro (Vorjahr 6,9 Mrd. Euro).
Die Tönnies-Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück.
Foto: Tönnies
Die Tönnies-Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück.



Vion Food Germany, Hilden

2.

Platz zwei im Ranking belegt der niederländisch-deutsche Vion-Konzern. Die Gruppe macht in Deutschland einen Umsatz von 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr 3,1 Mrd. Euro).


Westfleisch, Münster

3.

Der genossenschaftliche Konzern, die Westfleisch SCE verzeichnet für das Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzminus und erzielte Gesamterlöse von 2,6 Mrd. Euro (2017 betrug der Umsatz rund 2,75 Mrd. Euro).
Kühlfahrzeug aus der Flotte der Westfleisch SCE.
Foto: imago images / Rust
Kühlfahrzeug aus der Flotte der Westfleisch SCE.



PHW-Gruppe, Visbek

4.

Die PHW-Gruppe hat ihren Sitz im niedersächsischen Visbek. Zu den bekanntesten Marken gehört Wiesenhof und Bruzzzler. Der Konzern erwirtschaftete im Jahr 2018 ein Umsatzplus von vier Prozent auf insgesamt 2,58 Mrd. Euro (Vorjahr 2,48 Mrd. Euro).


Heristo, Bad Rothenfelde

5.

Den fünften Rang belegt nach afz-Schätzung die Stockmeyer-Gruppe. Das Unternehmen meldete aktuell keine Konzernzahlen. 2017 lag der Umsatz bei 1,372 Mrd. Euro.


Rothkötter-Gruppe, Haren

6.

Die Emsländer landen mit Erlösen von 1,125 Mrd. Euro Umsatz auf Platz sechs im Top-Ranking. Das entspricht einem Wachstum von 2,3 Prozent. Der familiengeführte Konzern betreibt Mischfutterwerke, eine Brüterei sowie Geflügelschlacht- und -verarbeitungsbetriebe.


Müller-Gruppe, Birkenfeld

7.

Müller-Fleisch erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 964,8 Mio. Euro (Vorjahr 910 Mio. Euro). Die Gruppe betreibt neben dem Hauptsitz im württembergischen Birkenfeld weitere Standorte in Bayreuth, Ulm und Ingolstadt.
Die Müller Gruppe setzt in der eigenen Flotte auf Fahrzeuge mit Gasantrieb.
Foto: Müller Gruppe
Die Müller Gruppe setzt in der eigenen Flotte auf Fahrzeuge mit Gasantrieb.



Kaufland Fleischwaren, Neckarsulm

8.

Die Fleischverarbeiter der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm meldeten keine aktuellen Umsätze. Nach Schätzungen der Redaktion erreichte der Umsatz eine Größenordnung von 849 Mio. Euro.


Sprehe-Gruppe, Lorup

9.

Der niedersächsische Spezialist für Geflügel und Tiefkühlfeinkost bilanziert für 2018 ein ordentliches Umsatzplus von 2,8 Prozent auf 761,1 Mio. Euro Umsatz (Vorjahr 740,3 Mio. Euro) den zehnten Platz der größten Unternehmen der Fleischwirtschaft.


Heidemark, Ahlhorn

10.

Der Experte für Puten gilt als Marktführer in Europa. Im Jahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 700 Mio. Euro Umsatz (Vorjahr 690 Mio. Euro. Damit belegen die Niedersachsen den zehnten Platz im Ranking der größten Unternehmen der Fleischwirtschaft.
Foto: afz-Grafik
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