Kommentar von
Renate Kühlcke

Finanzieller Anreiz zahlt sich aus

Dienstag, 09. Dezember 2014

Kommentar von Renate Kühlcke zur Brancheninitiative Tierwohl

Vielen in der Wertschöpfungskette Fleisch dauert die Idee bis zur Umsetzung der Brancheninitiative Tierwohl zu lang. Mitte September 2013 hatten sich die Akteure aus Landwirtschaft, Handel und Fleischwirtschaft in einer freiwilligen Absichtserklärung zur Erzeugung unter besonderer Brücksichtigung des Tierwohls bekannt.

Geradezu euphorisch stimmte die Zusage des Handels, bei der Finanzierung eine Schlüsselrolle einzunehmen. Danach ebbte die Dynamik ab, so mancher sagte schon das Scheitern der bisher einmaligen Initiative voraus. Bis das Fleisch aus Tierwohl-Ställen es aber auf den Teller des Verbrauchers geschafft hat, werden weitere neun Monate vergehen. Geduld bleibt also ein wichtiger Begleiter.

In den vergangenen 15 Monaten wurde die Hürde Kartellamt übersprungen, die Politik als wohlwollender Begleiter gewonnen und die Skepsis bei den Bauern deutlich abgebaut. Anfangs haben die Initatoren auf eine Startbeteiligung von zehn Prozent gehofft, jetzt gibt es Befürchtungen, der auf drei Jahre angelegte 100-Millionen-Euro-Fonds könnte nicht für alle willigen Schweinehalter reichen. Das kalkulierbare Zusatzgehalt für den Mehraufwand zum Wohl der Tiere lockt bei den niedrigen Schweinenpreisen eben noch einmal mehr.
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