Kommentar von
Renate Kühlcke

Gestalten statt verwalten

Dienstag, 09. Oktober 2012

Kommentar von Renate Kühlcke

Am weltweit bekannten Deutschen Eck, in einer der ältesten Städte Deutschlands, tagte das Fleischerhandwerk und tat es der gastgebenden Stadt gleich: Koblenz hat sich in den letzten Jahren runderneuert, investiert in nachhaltige Projekte und ist heute attraktiv für Jung und Alt.

Das Bekenntnis, gemeinsam an Zukunftslösungen zum Wohl jedes einzelnen Betriebs arbeiten zu wollen, ist in den Organen des Fleischerhandwerks unstrittig, der Weg dorthin zeichnet sich nun zumindest für die kommenden fünf Jahre ab.
Die Matinee als politische Bühne spiegelte zurück, wie wichtig und immer bedeutender das Engagement eines bundesweit Einfluss nehmenden Fachverbands in den Keimzellen von Gesetzen und gesellschaftlichen Strömungen in Berlin und Brüssel ist. Die Anforderungen der Basis an diese Arbeit steigen. Sie steht aber auf tönernen Füßen, denn der Finanzsockel bröckelt. Der neue, auf fünf Jahre angelegte Masterplan bewegt sich entlang der in der Bundessatzung verankerten Finanzierungsstruktur: Verbandsvermögen, wirtschaftliche Tätigkeit des Verbands und Mitgliederbeiträge.

In Koblenz wurden mit der Verabschiedung des Drei-Säulen-Modells nicht nur die Weichen von Verwalten auf Gestalten gestellt, sondern ein Bündnis geschlossen: Wer Geld fordert, muss Leistung bieten. An der Bilanz dieser Kosten-Nutzen-Analyse wird sich das Präsidium des Deutschen Fleischer-Verbands am Ende seiner noch vier Jahre laufenden Amtsperiode messen lassen müssen.
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