Kommentar von
Sandra Sieler

IFFA 2019 Mindestens ein Messetag lohnt sich für Jeden

Dienstag, 26. Februar 2019
Wer das verpasst, hat selber Schuld. Wenn am 4. Mai die IFFA startet, ist Frankfurt wieder sechs Tage lang das Mekka der Fleischwirtschaft. Hier lässt sich der Puls der Branche fühlen: Wo gibt es technische Neuerungen für Schlachthaus und Wurstküche? Welche neuen Helfer und Geschmacksrichtungen bieten die Gewürzhersteller? Oder: Wohin geht der Trend im Ladenbau?

„Neuheiten sehen und kennen lernen“ ist das Ziel Nummer eins der IFFA-Besucher. Das hat die Messe Frankfurt bei einer Befragung herausgefunden. Und diesen Anspruch erfüllt die Leitmesse mit links. Diesen hochkarätigen Mix aus Information und Innovation gibt es schließlich nur alle drei Jahre. Und das ist gut so. Der Rhythmus ist optimal auf die Zyklen der Maschinenbauer angepasst. So findet man alle drei Jahre tatsächlich neue Modelle und Features bei den Maschinen sowie frische Ideen für den Verkauf. Da können die zum Teil jährlich stattfindenden Regional- und Hausmessen einfach nicht mithalten.

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(Bild: si)

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Fachwissen erweitern. Das steht als Nummer zwei auf der Liste der Ziele der Messebesucher. Um das zu erfüllen, haben die Veranstalter wieder ein attraktives Rahmenprogramm geschnürt. Fachvorträge und Live-Demonstrationen oder die geführten Thementouren der afz ermöglichen es dem IFFA-Besucher, gezielt Themen zu fokussieren und sein Know-how abseits der Ausstellungsfläche noch zu vertiefen. Als kompetente Ansprechpartner stehen zudem die Vertreter des Deutschen Fleischer-Verbands sechs Tage lang für ihre Mitglieder Rede und Antwort.

Auf den weiteren Plätzen rangieren in der Besucherbefragung Themen wie Produktvarianten kennen lernen oder Erfahrungen austauschen. Dazu ist der Stand des DFV der ideale Ort. Zentraler Anlaufpunkt auf dem Gelände in der neuen Halle 12 ist wieder der „Marktplatz des Fleischerhandwerks“. Er bietet Platz zum Verweilen und damit zum kollegialen Austausch. Gelegenheit, sich und seine Produkte mit denen von Kollegen zu messen, bieten wiederum die zahlreichen Produktwettbewerbe. Und bei den allesamt hochkarätigen Proben ist sicher auch die eine oder andere Anregung für das eigene Sortiment dabei.
„Neuheiten sehen und kennen lernen ist das Ziel Nummer eins der IFFA-Besucher. Die Ausrede, die Messe sei doch nur was für die Großen, zieht also nicht. Auch für alle Handwerker ist sie ein Muss.“
Die Leistungswettbewerbe während der IFFA werden uns einmal mehr zeigen, wie kreativ und abwechslungsreich Fleischerhandwerk sein kann. Junge Menschen, die hochmotiviert kleine Kunstwerke aus Fleisch und Wurst erschaffen: Das steckt an. Wenn es gelingt, auch die Medien mit diesem Fieber zu infizieren, leistet die Messe zusätzlich einen gewinnbringenden Beitrag zur Image- und Nachwuchswerbung im Fleischerhandwerk.

Trotz oder gerade wegen der hervorragenden Konjunktur im Fleischerhandwerk zeigt sich der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel immer mehr als Hemmschuh der Entwicklung. Auch hier wird die IFFA Lösungen bieten. Neue Maschinen oder digitale Lösungen können helfen, bislang ungenutzte Potenziale im Betriebsablauf auszuschöpfen. Wenn beispielsweise die Dokumentation künftig schnell und einfach per Knopfdruck erledigt wird, hilft das auch bei angespannter Personallage, die Arbeit für den Einzelnen erträglicher zu gestalten. Und da haben die Technikanbieter für den Mai sicher noch viel weitreichendere Möglichkeiten vorbereitet.

Die Ausrede „Die IFFA ist doch nur was für die Großen“ zieht also nicht. Auch für jeden Handwerker ist die Messe ein Muss. Genau dafür bieten DFV und Messe Frankfurt auch wieder die Innungsfahrten an: Jede Innung erhält 150 Euro Zuschuss pro Bus, darüber hinaus gibt es die Eintrittskarte und einen Gutschein für den Marktplatz gratis. Bequemer geht es kaum. Da bietet allein schon die Anreise reichlich Gelegenheit zum Networking und zum Fachsimpeln.

Jeder, für den Fleisch und Wurst Berufung und Profession zugleich sind, sollte also schon jetzt seinen Messebesuch fest im Kalender eintragen.

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