Kommentar von
Jörg Schiffeler

Mit System und Wertvermittlung

Dienstag, 15. Oktober 2013

Kommentar von Jörg Schiffeler

Die Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk schafft es im Berufsbildungsbericht 2012 unter die Top 10 der Ausbildungsberufe – die Fleischer leider nicht. Eine nachhaltige Verbesserung des Images ist in Kürze nicht absehbar. Es bedarf weiterer starker Anstrengungen, um die Attraktivität und Vielfalt eines kreativen und keineswegs nur blutigen Berufs erlebbar zu machen.

Hier können die Betriebe nicht früh genug loslegen und Neugierde fürs Fleischerhandwerk wecken. Die Preisträger des Wettbewerbs „Fit für Azubis“ haben eine große Gemeinsamkeit: Alle drei l(i)eben ihre Profession und stecken junge Menschen bereits in der Berufsorientierungsphase mit Begeisterung an. Außerdem ist der enge Kontakt zu Schulen unverzichtbar, denn wer präsent ist, verschwindet nicht aus den Köpfen von Lehrern und Ausbildungsberatern.

Für die nachhaltige Fachkräftesicherung gibt es kein Patentrezept. Der Nachwuchsmangel kennt viele Gründe: Image, Ausbildungsqualität, Entlohnung, Arbeitszeiten, Aufstiegschancen. Umso mehr müssen die Unternehmer die Personalentwicklung ebenso strategisch planen wie den täglichen Produktionsausstoß. Der gezielte Aufbau einer Arbeitgebermarke wird entscheiden.
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