Kommentar von
Jörg Schiffeler

Notierung Alles muss sich rechnen

Dienstag, 23. Februar 2021
Schlachter, Zerleger sowie Fleischverarbeiter und Metzgereien müssen sich auf höhere Beschaffungskosten für den Rohstoff Schweinefleisch einrichten. Daran führt kein Weg vorbei.

Zum einen steigen die Ansprüche an eine Nutztierhaltung, die auf die dringend benötigte, gesellschaftliche Akzeptanz baut. Ställe für mehr Tierwohl und vieles mehr müssen nicht nur behördlich genehmigt, sondern auch finanziert werden. Zum anderen muss die Produktion von Fleisch ganz grundsätzlich für die Erzeugerstufe wirtschaftlich tragfähig sein. Das war die Fleischerzeugung zuletzt vielerorts nicht mehr. Auch wenn die Viehzählung der Europäischen Union für das Jahr 2020 eine größere Schweineherde ausweist, so stockte Deutschland die Bestände ab. Erst fehlen die Tiere, dann die Bauern.

Schweine
(Bild: Imago Images / ITAR-TASS)

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Es ist angebracht, sich um den Rohstoff zu kümmern. Zahlreiche Meisterbetriebe haben das bereits getan und wissen, dass für eine ausgewiesene Fleischqualität – beispielsweise vom Strohschwein – neue Berechnungen angestellt werden müssen. Der Marktanalyst Markus Fiebelkorn vom Verband „Danske Svineproducenter“ prognostiziert eine Notierung von 1,40 Euro im Jahresmittel 2021. Es wird also Zeit, neu zu kalkulieren.

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