Kommentar von
Monika Mathes

Von der Basis zur Spitze

Dienstag, 26. Februar 2013

Kommentar von Monika Mathes

fleischwirtschaft.de - FRANKFURT.
Den größten Diskussionsbedarf auf den Obermeistertagungen in Hannover und Würzburg gab es bei jenen Themen, die die Zukunftsfähigkeit des gesamten Fleischerhandwerks im Kern berühren: Nachwuchs, Strukturen, Energiepreise.

Bei der Hilfestellung gegen den Azubi-Mangel – so das Empfinden der Basis – tritt der Verband noch immer auf der Stelle. Dadurch hätten finanzkräftige Mitbewerber wie Edeka die Nase vorn, wenn es um den Abschluss von Lehrverträgen oder vordere Plätze bei Leistungswettbewerben geht. Trotz des Rufs nach Unterstützung aus Frankfurt geht aber an Vor-Ort-Initiativen von Innungen und kreativen Einzelakteuren kein Weg vorbei, damit das Handwerk nicht noch weiter ins Hintertreffen gerät.

Auch den Wunsch nach schlagkräftigen Verbandsstrukturen kann die Hauptgeschäftsstelle nicht allein realisieren. Dafür fehlt ihr die Legitimation. Zusammenschlüsse lassen sich nur „von unten“ in die Tat umsetzen. Die umgekehrte Richtung käme einem Diktat gleich. Große Praxisnähe beweist der Verband mit seinem Beratungsangebot zur Reduzierung der ausufernden Energiekosten. Doch die Mehrbelastungen durch die EEG-Umlage kratzen trotzdem stark am Betriebsergebnis. Die Forderung nach einer konzertierten Klage mit dem ZDH sollte daher im Sinne der Mitglieder geprüft werden.
Das könnte Sie auch interessieren
stats