Kommentar von
Sandra Sieler

Wachstum verpflichtet

Dienstag, 04. November 2014

Kommentar von Sandra Sieler zur Situation der Fleischbranche

Das afz-Ranking der Top-Unternehmen weist Jahr für Jahr neue Rekordzahlen aus. Die Umsätze schrauben sich immer weiter in die Höhe – mal mit größerem, mal mit gedrosseltem Tempo, aber auf Wachstum ist Verlass.

Allerdings laufen die Geschäfte längst nicht immer so mühelos, wie es die Zuwachsraten vermuten lassen: Der Inlandsmarkt ist weitgehend gesättigt, der Appetit auf Fleisch und Wurst wird hierzulande nicht mehr größer, sondern nimmt tendenziell ab. Da sind ausgeklügelte Marketing- und Produktstrategien gefragt, um sich die Verbrauchergunst weiter zu sichern.

Im Auslandsgeschäft überbieten sich die Zahlen kontinuierlich – die logische Folge aus Produktionssteigerungen bei stagnierendem Heimatmarkt. Aber auch hier bläst ein harter Wind, die Zugänge zu neuen Märkten erfordern viel Aufbauarbeit, benötigen Unterstützung von den Regierungen und sind am Ende doch oft nur labile Konstrukte, wie das jüngste Beispiel Russlands zeigt.

Umso wichtiger wird es, die Hausaufgaben in den Heimatmärkten zu machen, Europa inklusive. Und da steht noch einiges auf der Agenda: Aspekte des Tierwohls, wie etwa die Ferkelkastration und das Schwanzkupieren, ebenso wie neue Anforderungen an die Deklaration oder ein Mehr an Transparenz gegenüber dem Konsumenten. Die Branche hat noch viel vor.
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