14. Deutscher Fleisch Kongress Schwerer Stand für Metzger

Dienstag, 19. November 2019
Helmut Hübsch von der GfK Consumer Panel & Services präsentiert aktuelle Zahlen zum Konsumverhalten in Deutschland.
Foto: Thomas Fedra
Helmut Hübsch von der GfK Consumer Panel & Services präsentiert aktuelle Zahlen zum Konsumverhalten in Deutschland.

Deutscher Fleisch Kongress der dfv Mediengruppe. GfK-Experte Hübsch bewertet die Fleischeinkäufe 2019. Bequemlichkeit der Kunden bereitet dem Handwerk Probleme.
Die Deutschen versuchen immer häufiger, alles an einem Ort zu kaufen. Das macht die Vollsortimenter im deutschen Lebensmittelhandel zu Gewinnern und den Discount sowie das Fleischerhandwerk zu den Verlierern im Geschäft mit Fleisch. GfK-Experte Helmut Hübsch zog zu Beginn des Deutschen Fleisch Kongresses in Wiesbaden in gewohnter Manier ein Resümee der Haushaltseinkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres.
Beim Blick auf die Verkaufsmengen der einzelnen Fleischarten fällt einmal mehr das Schweinefleisch als Verlierer ins Auge, Rind und Hähnchen dagegen verzeichnen leichte Zuwächse. Den klassischen Vollsortimentern gelang es, ihre Geschäfte an der Bedientheke weiter auszubauen. Die Diskussion um Plastikmüll dürfte demnach der Einschätzung Hübschs weitere Impulse geben. Die Ware an der Bedientheke sei zwar teurer, wirke aber frischer, regionaler und qualitativ besser.
Helmut Hübsch zog zu Beginn des Deutschen Fleisch Kongresses in Wiesbaden in gewohnter Manier ein Resümee der Haushaltseinkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres.
Foto: Thomas Fedra
Helmut Hübsch zog zu Beginn des Deutschen Fleisch Kongresses in Wiesbaden in gewohnter Manier ein Resümee der Haushaltseinkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres.
Im Trend liegen nach Beobachtung der GfK weiter Convenience-Produkte für unterwegs und für zu Hause. Außerdem wächst der Bio-Anteil beim Lebensmittelkauf, auch bei Fleisch (Rotfleisch: +13 Prozent, Geflügel: +22 Prozent) und Wurst (+15 Prozent). Die neuen Fleischalternativen wie Beyond oder Wonder Burger können dem Fleisch noch nicht gefährlich werden. Nach wie vor sind viele Neugierige unter den Käufern, berichtete Hübsch den knapp 400 Teilnehmern des Kongresses der dfv Mediengruppe. Gelingt es jedoch, diese zu treuen Fans zu machen, sagt der Konsumforscher dem Segment spannende Perspektiven voraus: mehr als eine Mini-Nische, aber parallel zum klassischen Markt für Fleisch und Wurst. Das zweitägige Event wird von afz, „Fleischwirtschaft“ und Lebensmittel Zeitung (alle dfv Mediengruppe) inzwischen zum 14. Mal veranstaltet.
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