Ausbildungsreport 2018 Verkäufer bilden Schlusslicht

Dienstag, 04. September 2018
Fachverkäuferinnen und Verkäufer im Lebensmittelhandwerk bleiben gesucht.
Foto: DFV
Fachverkäuferinnen und Verkäufer im Lebensmittelhandwerk bleiben gesucht.
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DGB Ausbildungsreport


Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) präsentiert Ausbildungsreport 2018. Arbeitsdruck, Erreichbarkeit und Überstunden machen Azubis zu schaffen.

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahrs steht fest, dass die fleischerhandwerklichen Betriebe ihre Ausbildungsplätze wie schon in den vergangenen Jahren nicht alle besetzen konnten. Insbesondere Fachverkäuferinnen und Verkäufer im Lebensmittelhandwerk bleiben gesucht. Denn der Beruf schneidet im aktuellen Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) erneut sehr schlecht ab. 

Zu den Kriterien gehören unter anderem die Bewertung von Ausbildungszeiten und Vergütung sowie die Qualität von Ausbilder und Berufsschule. Verwaltungsangestellte, Mechatroniker und Industriemechaniker sind am zufriedensten mit ihrer Ausbildung.

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Für den umfangreichen Report wurden hierzulande 14.959 Azubis aus 25 Lehrberufen befragt. 81,3 Prozent der Umfrageteilnehmer erlernen ihren Beruf im Westen, 18,7 Prozent in Ostdeutschland. Insgesamt 70,2 Prozent der Azubis gaben an, mit ihrer Lehre zufrieden zu sein. Die Arbeitszeit in der Ausbildung ist allerdings ein Knackpunkt für die jungen Menschen. So gehört regelmäßige Mehrarbeit zum Alltag. Durchschnittlich sind das 4,1 Überstunden je Woche. Dafür erhalten 13 Prozent weder einen Freizeitausgleich noch eine Vergütung.

Die ständige Erreichbarkeit bereitet den jungen Nachwuchskräften zunehmend Stress. Laut Erhebung des DGB müssen 54,4 Prozent aller Lehrlinge auch in ihrer Freizeit für den Ausbilder mobil per Smartphone erreichbar sein. 60 Prozent erhalten dafür keinen Ausgleich. Bei den angehenden Verkäufern kommt noch die Schichtarbeit als Belastungsfaktor hinzu, die knapp 77 Prozent der Fachverkäufer grundsätzlich leisten müssen.

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