Beim Nachbarn Neues lernen

Freitag, 05. April 2013
Foto: Pirmin Staubli (links) und René Rauth (rechts) beim Interview in der Wurstküche. Fotos: gru

afz-Interview mit René Rauth und Pirmin Staubli
(Bild: Pirmin Staubli (links) und René Rauth (rechts) beim Interview in der Wurstküche. Fotos: gru)
Schüler-austausch gibt es auch unter Auszubildenden im Fleischerhandwerk.

Metzgermeister und Ausbilder Claus Böbel aus Rittersbach ist es wichtig, dass der Berufsnachwuchs durch Erfahrungsaustausch lernt. Er gibt Azubis aus anderen Betrieben oder sogar anderen Ländern Einblicke in die Arbeit seiner fränkischen Wurstküche. Der Deutsche René Rauth und der Schweizer Pirmin Staubli berichten von ihren Erfahrungen.


Wie wurdet ihr jeweils in eurem Gastland aufgenommen?

Rauth: Sehr gut, die Leute waren sehr freundlich zu mir.

Staubli: Mir ging es ebenso.



Was sind die auffälligsten Unterschiede
(Bild: Pirmin Staubli am Kutter.)

zwischen eurem Arbeitsplatz im Heimatland und eurem Gastbetrieb?

Rauth: Im Schweizer Betrieb gab es eine eigene Schlachtung; generell wird dort mehr Frischfleisch verarbeitet. Auch fangen die Schweizer etwas später an mit der Arbeit als wir hier. In der Regel gegen halb sechs Uhr morgens. Hier geht’s drei Mal in der Woche schon um vier Uhr los.

Staubli: Ganz dem Ruf entsprechend gibt es in Deutschland viel mehr Würste als bei mir zuhause. Auch die Arbeitstechniken, zum Beispiel beim Ausbeinen, unterscheiden sich teilweise.



Was habt ihr sonst noch erlebt
(Bild: René Rauth am Clipper.)

neben der Arbeit?

Rauth: Ich habe den Schweizer Fasching mitbekommen.

Staubli: Ich war in Nürnberg, im Stadion und habe eine Hausschlachtung gesehen. Letzteres gibt es bei uns nicht.



Würdet ihr nach dieser Erfahrung später auch mal im Ausland arbeiten?
Staubli: Ich könnte es mir vorstellen, aber dann vielleicht auch etwas weiter weg von zuhause.

Rauth: Es ist eine Überlegung wert.


Das Interview führte afz-Volontärin Kathrin Grünewald.

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