Berufsbildung Nicht allein der Titel zählt

Montag, 28. Oktober 2019
Stefanie Sabet ist Hauptgeschäftsführerin der ANG. Sie ist in Personalunion gleichzeitig Teil der BVE-Geschäftsführung.
Foto: BVE
Stefanie Sabet ist Hauptgeschäftsführerin der ANG. Sie ist in Personalunion gleichzeitig Teil der BVE-Geschäftsführung.

Das Gesetz der Bundesregierung zur Modernisierung der beruflichen Bild ist in den Augen der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) ein Schritt in die richtige Richtung. Flankiert werden müssten die Bemühungen aber von einer ausgewogenen Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen.
Anlässlich der Annahme eines Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung im Bundestag betont ANG-Hauptgeschäftsführerin Stefanie Sabet: „Das Reformpaket stellt insgesamt die richtigen Weichen, um die berufliche Bildung für junge Menschen attraktiver zu gestalten. Für unsere Branche wichtig ist, dass international anerkannte und gefragte Berufe erhalten bleiben und um die in Zukunft geltenden zusätzlichen Abschlussbezeichnungen bei Aufstiegsfortbildungen bereichert werden. Es ist richtig, dass die Sozialpartner weiterhin in Neuordnungsverfahren eigenständig Abschlussbezeichnungen festlegen können.“
Ausbildung - DFV
(Bild: DFV)

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Trotzdem wird aus Sicht der ANG die berufliche Bildung nicht allein dadurch attraktiver, indem man sie wie einen Hochschulabschluss etikettiert. Vielmehr müsse es darum gehen, "die bereits vorhandene Attraktivität der beruflichen Bildung sowie die hervorragenden Aufstiegsmöglichkeiten noch sichtbarer zu machen und zu kommunizieren". Dafür müsse in einem ersten Schritt eine gute und alle Richtungen aufzeigende Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen angeboten werden.

Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie beschäftigt laut ANG in knapp 6.100 überwiegend kleinen und mittelständischen Betrieben rund 613.000 Menschen. Anders als in allen anderen deutschen Industrien werden in der Branche jedes Jahr hunderte von Tarifverträgen in den einzelnen Regionen und Teilbranchen abgeschlossen und neu verhandelt. Dem Arbeitgeberverband zufolge gibt keinen anderen Wirtschaftsbereich in Deutschland, der eine solch differenzierte Tarifpolitik betreibt.

ANG

Die ANG verbindet als Dachverband die neun sozialpolitischen Landesverbände sowie vier Fachverbände der Ernährungs- und Genussmittelindustrie.
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