Bundesleistungswettbewerb Alles startklar fürs Finale 2015

Dienstag, 10. November 2015
Die Teilnehmer des Bundesleistungswettbewerbs 2015.
Foto: DFV
Die Teilnehmer des Bundesleistungswettbewerbs 2015.

Nur die Besten dürfen zum Finale: Fachverkäuferinnen und Fleischergesellen aus dem aktuellen Prüfungsjahrgang. Sie haben sich in den Vorstufen des Leistungswettbewerbs der Fleischerjugend gegenüber ihren Mitstreitern behauptet.

21 Teilnehmer sind für die Endrunde gemeldet, die der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) in diesem Jahr im Lübecker Stadtteil Travemünde ausrichtet.

Wer gehört zu dieser Elite? Namensnennung und Zuordnung zum Beruf – Geselle oder Verkäuferin – beschränken sich ebenso wie das jeweilige Bundesland, aus dem die Kandidaten kommen, allein auf rein sachliche und damit ziemlich nüchterne Angaben. Aber die Wettstreiter geben auch Persönliches preis. Denn sie liefern bereitwillig Auskunft über Hobbys und private Interessen, die mitunter sogar beruflich geprägt sind oder zumindest teilweise nützlich sind. Und beschreiben, wie sie zu ihrem Job stehen, woran sie bei ihrer Arbeit am meisten Spaß haben und was ihrer Meinung nach den Job so attraktiv macht.

Unsere Fragen an die jungen Talente

1. Welche Hobbys und Interessen hast du?
2. Was alles macht deinen Beruf attraktiv?
3. Welche Ideen hast du, für die Berufe im Fleischerhandwerk aktiv zu werben?
4. Findest du, dass die Berufsbezeichnung geändert werden sollte? Wenn ja, welche würdest du vorschlagen?

Um diese Trophäen wird beim Bundesleistungswettbewerb gekämpft.
Foto: DFV
Um diese Trophäen wird beim Bundesleistungswettbewerb gekämpft.

Die Teilnehmer

Samantha Lumb, Fachverkäuferin, NRW

1 Kochen, Freunde treffen, Reisen und Kino

2 abwechslungsreiche Aufgaben, Kreativität, Thekengestaltung und Kundenkontakt

3 Werbung in Schulen, Schnuppertage anbieten, Perspektiven aufzeigen

4 Es sollte Fleischerei-Fachverkäuferin heißen.

Sandra Kleineberg
, Fachverkäuferin, Thüringen

1 spielen und Bastelarbeiten mit meiner Tochter, shoppen, kochen

2 Umgang mit Kunden und kreatives, abwechslungsreiches Arbeiten. Gerade Plattenlegen und der Verkauf machen mir besonders Spaß.

3 Den Beruf in der Öffentlichkeit mehr erläutern, um zu verdeutlichen, dass er nicht nur aus „Guten Tag, was darf’s denn sein“ besteht, sondern sich aus vielen abwechslungsreichen und besonderen Tätigkeiten zusammensetzt.

4 Nein, ich finde sie sehr gut.

Melissa Dincher
, Fachverkäuferin, Saarland

1 Ich gehe gern reiten und treibe sehr gern Sport – tanzen oder auch in einem Fitnessstudio trainieren. Außerdem verbringe ich meine Zeit oft mit meiner Familie beim gemeinsamen Kochen.

2 Der Beruf ist für mich deshalb so interessant, weil ich sehr kreativ mit Wurst, Fleisch und auch Käse arbeiten kann. Das Beste ist, wenn man dem Kunden eigene Ideen für eine Platte, ein Fest oder ein Gericht vorstellt und dies so schmackhaft wie möglich rüberbringt, dass er am Ende genauso begeistert ist wie man selbst. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

3 Zusätzliche Schulungen anbieten, den Beruf als Verkäuferin besser darstellen (wie vielfältig und kreativ er ist), eventuell durch Funk, TV oder auf Messen.

Gordon Thompson, Fachverkäufer, Berlin

1 Lesen, Schwimmen, Radfahren

2 Übermitteln des Fachwissens an den Verbraucher, das Entwickeln und Herstellen von kreativen Produkten

3 Leistungsgerechte Entlohnung, moderne Darstellung dieser traditionellen Berufe nach außen

Ramona Hampp, Fachverkäuferin, Bayern

1 Dekorieren, backen, Schützenverein

2 Abwechslungsreiche Tätigkeiten, Kundenkontakt, Kreativität

3 Informationsveranstaltungen in Schulen organisieren, um jungen Leuten zu zeigen, was man in diesem Beruf macht. Er ist keine so blutige Angelegenheit, wie manche denken.

Nicole Belz
, Fachverkäuferin, Sachsen

1 Lesen, Freunde treffen, auf Rockkonzerte gehen, Fußball

2 Dieser Beruf ist für mich sehr vielseitig. Man hat Kontakt mit den Kunden und kann kreativ arbeiten – zum Beispiel, neue Ideen einbringen oder Plattenlegen.

3 Vorurteile aus der Welt schaffen, indem man Einblicke in den Beruf gewährt bei einen Tag der offenen Tür. Dort kann man zeigen, was diesem Beruf ausmacht und was alles dazugehört.

4 Nein.

Julia Tappe, Fachverkäuferin, Baden-Württemberg

1 Schwimmen, lesen und der Fasnachtsverein

2 Umgang mit Kunden, große Vielfalt an verschiedenen Produkten und deren Herstellung, Aufstiegsmöglichkeiten

3 Den Beruf noch besser vorstellen durch Presseberichte (Erfahrungen von Azubis)

4 Nein, hört sich doch interessant an.

Jasmin Kulke, Fachverkäuferin, Niedersachsen

1 Ich bin stolze Besitzerin von zwei Ponys, denen ich so gut wie jede freie Minute schenke. Mit einen reite ich, mit den anderenfahre ich.

2 Der Umgang mit verschiedenen Kundentypen ist mir sehr wichtig, aber auch die vielseitige Arbeit rund um den Partyservice – sei es beim Legen von Platten oder beim Herstellen von Geschenken.

3 Man könnte mehr Werbung übers Internet machen, da die meisten Jugendlichen nach der Schule nur vorm Handy oder Computer sitzen. Oder man müsste direkt auf sie zugehen, indem man sie in den Schulen besucht und etwas erzählt.

Christina Heppert, Fachverkäuferin, Hessen

1 Freunde treffen, kochen, backen, lesen

2 Plattenlegen, Kanapees, die Vielfalt, Kundenkontakt

4 Nein

Natalie Wolgast, Fachverkäuferin, Schleswig-Holstein

1 Freunde treffen und zusammen kochen, Musik machen, Babysitten

2 Umgang mit Kunden, insbesondere auf einzelne Wünsche eingehen, kreatives Arbeiten im Bereich der Präsentation

3 Dafür sorgen, dass man in den Ausbildungsbetrieben auch etwas lernt und sich nicht alles selbst beibringen muss.

Michelle Ramin,
Fachverkäuferin, Rheinland-Pfalz

1 Freunde treffen, shoppen, reisen, kochen

2 Abwechslung, Kundenumgang, die Arbeit im Team

3 Informationsveranstaltungen für junge Menschen

Hendrik Volker Süß, Fachverkäufer, Bremen

1 Ich unternehme viel mit Freuden, bin leidenschaftlicher Koch, mache gern Filme und Spieleabende mit meiner Familie, bin ein großer Fan von American Football

2 Der Umgang mit Menschen und dem Rohstoff Fleisch. Ich veredle gern Fleischstücke und versuche, sie bestmöglich zu präsentieren. Es freut mich immer, wenn ein Kunde zufrieden das Geschäft verlässt.

3 Es würde mich sehr freuen, wenn mein Beruf seine traditionellen Werte und Wurzeln behalten kann, aber auch für eine neue Generation interessant wird. Junge leistungsstarke Vertreter auf entsprechenden Werbeplattformen z.B. im Internet könnten weiter ausgebaut werden.

Jasmin Urban
, Fleischerin, Sachsen

1 Musik, mein Beruf

2 Es ist schön zu sehen, was man im Team und mit eigener Hand erschafft. Die Vielfalt und abwechslungsreiche Tätigkeiten erfreuen mich jeden Tag und machen diesen Beruf zu meinem Traumberuf.

3 Das Augenmerk mehr auf die „Werbung“ legen. Viele Berufe werden mit großen Plakaten angepriesen, aber leider nie der Beruf des Fleischers.

Florian Wollmann, Fleischer, Bayern

1 Mein größtes Hobby ist der eigene Familienbetrieb. Auch nach der regulären Arbeitszeit ist er ein stetiges Beschäftigungsfeld.

2 Lebensmitteltechnologie, Ernährungslehre, Umgang mit Lebensmitteln sowie Kunden, man setzt seiner Kreativität keine Grenzen

3 Werbefilme ausstrahlen, Vertretung auf „Fit for Job“-Tagen/Messen, Vorzüge des Berufs noch deutlicher hervorheben

Felix Eberhardt, Fleischer, Hessen

1 Feuerwehr, Tischtennis, grillen

2 Kreativität, das Herstellen und Veredeln von Fleischteilen, die Vielfalt im Beruf und das handwerkliche Geschick, die Herausforderung, täglich Kundenwünsche zu erfüllen

3 Darstellung des Fleischers von heute (nicht wie vor 40 Jahren); indem bekannt gemacht wird, welche zusätzlichen Möglichkeiten dieser Beruf mit sich bringt; Wechsel in den öffentlichen Dienst, Techniker-Verdienstmöglichkeiten in verantwortungsvollen Positionen; Fortschritt der Technik bei Maschinen und Verfahrensmethoden

Risa Asada, Fleischerin, Baden-Württemberg

1 Kochen, Reisen, Sport

2 Vielseitigkeit: viel wissen, viel lernen und viel üben; Kreativität

3 Man sollte sich in der Familie viel Zeit zum Kochen nehmen und schon als Kind die alte traditionelle Hausschlachtung kennenlernen, damit man mitbekommt, wie Fleisch zerlegt wird und davon Wurst gemacht wird.

Thorben Macke, Fleischer, Schleswig-Holstein

1 Sport, Angeln, meine Tochter, PC, Freunde treffen

2 Anspruchsvolle Tätigkeiten, handwerkliches Geschick und kreatives Arbeiten sind voll mein Ding. Ich mag den persönlichen Umgang mit Kunden. Ich habe einen Job gefunden, der mich extrem motiviert.

3 Intensive Aufklärung über den Beruf, insbesondere über lange Öffnungszeiten, da diese oft als Nachteil ausgelegt werden.

Fabian Schabram,
Fleischer, Rheinland-Pfalz

1 Meine derzeitigen Hobbys sind das Kochen zuhause sowie Spieleabende mit meinen Freunden. Zu diesen Abenden kaufen wir gemeinsam ein und kochen.

2 Für mich ist der Beruf des Fleischers so interessant, weil er mein Hobby „fördert“. Schon als Kind habe ich gerne mit meiner Mutter Speisen zubereitet. Außerdem sind handwerkliches Geschick und Kreativität gefordert, was sich von der grauen Masse abhebt.

3 Um junge Menschen zu erreichen und zu begeistern, müsste man ihnen die Vielfalt und positiven Aspekte unseres Berufes näherbringen sowie das „schmutzige“ Vorurteil bereinigen.

Jannes Hunecke
, Fleischer, Niedersachsen

1 Fitness, Fußball spielen

2 aktives Arbeiten, Fingerfertigkeiten unter Beweis stellen sowie das Schlachten und Ausbeinen; weil der Beruf Freude macht

3 Nein

Marcel Stephan, Fleischer, Sachsen-Anhalt

1 Angeln, Fußball, Radfahren, Interesse an Hausschlachtungen; Fleischprodukte besonders gut präsentieren; Lesen von Fachbüchern, um das Grundwissen zu intensiveren; Spaß am Kochen und die junge Küche attraktiver gestalten

2 Meine kreativen Fähigkeiten, die ich in der Ausbildung gelernt habe, im Berufsleben umzusetzen; hochwertige Spezialitäten herzustellen – besonders Fleischteile zu Spezialitäten zu veredeln

3 Beruf im Bekanntenkreis schmackhaft präsentieren, um junge Leute zu begeistern; Videodreh, um den Beruf „Fleischer“ öffentlich zu präsentieren und bei Workshops in Schulen oder Berufsstartmessen vorstellen

Gerhard Thiem,
Fleischer, Thüringen

1 Alles, was der Beruf Fleischer hergibt. Wenn dann noch Zeit ist, fahre ich gerne Motorrad.

2 Man lernt nie aus und gewinnt immer wieder neue Erkenntnisse. Zudem ist es ein Beruf fürs Leben.

3 Finanzielle Gleichstellung mit anderen Ausbildungsberufen

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