China-Geschäft: Reinert fordert Exportbeschrä...
China-Geschäft

Reinert fordert Exportbeschränkungen

Thomas Fedra, Thomas Fedra
Mit seiner Forderung nach Exportbeschränkungen sorgte Hans-Ewald Reinert auf dem Deutschen Fleisch Kongress für Diskussionen.
Mit seiner Forderung nach Exportbeschränkungen sorgte Hans-Ewald Reinert auf dem Deutschen Fleisch Kongress für Diskussionen.

WIESBADEN Die ASP in China sorgt in der deutschen Fleischbranche für Turbulenzen. Viele Verarbeiter stehen mit dem Rücken zur Wand.

Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation in Deutschland forderte Hans-Ewald Reinert (H. & E. Reinert Westfälische Privat-Fleischerei) auf dem Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden Beschränkungen im Export von Schweinefleisch. Dieses Ansinnen wurde von Dr. Heike Harstick umgehend zurückgewiesen. Die Zeiten der Exportquoten seien in der Europäischen Union zum Glück überwunden, erwiderte die Geschäftsführerin des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF).

Der Branchentreff in Wiesbaden: Deutscher Fleisch Kongress 2019

Die knappe Versorgung des deutschen Markts mit Schweinefleisch treibt seit Monaten die Preise. Die große Nachfrage und das hohe Preisniveau in China sorgen dafür, dass auch auf den heimischen Markt die Preise für Teilstücke anziehen. Viele Fleischverarbeiter und Wurstproduzenten trifft die Entwicklung hart, denn es gelingt ihnen nicht, die gestiegenen Kosten im Verkauf umzusetzen.

„Der überwiegende Teil der mittelständischen Wurstproduzenten schreibt rote Zahlen“, warnte auch Klaus-Martin Fischer (Ebner Stolz Mangement Consultants) beim Deutschen Fleisch Kongress in Wiesbaden. Auch in den Pausen ist die aktuelle Marktlage ein vieldiskutiertes Thema. Vielen Verarbeitern fällt es offenbar schwer, sich die für das Weihnachtsfest notwendigen Rohstoffmengen zu sichern. Reinert fordert unter diesen Vorzeichen „gewisse Mengen für den deutschen Markt zurückzuhalten“. Anderenfalls stehe der „Force Majeure kurz vor der Tür“.



Quelle: fleischwirtschaft.de
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