Corona-Ausbruch: Vion stoppt Schlachtbänder
Corona-Ausbruch

Vion stoppt Schlachtbänder

imago / Hollandse Hoogte
Nach einem Corona-Ausbruch beim größten schwäbischen Schlachthof in Buchloe in Bayern sind 83 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden.
Nach einem Corona-Ausbruch beim größten schwäbischen Schlachthof in Buchloe in Bayern sind 83 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden.

BUCHLOE Der größte schwäbische Schlachthof steht still. 83 Beschäftigte wurden positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

Der Vion-Konzern musste den Betrieb seiner Schlachtstätte in Buchloe im schwäbischen Landkreis Ostallgäu einstellen. Die Schlachtungen sind bis zum Wochenende ausgesetzt. Bislang sind 83 Mitarbeiter des Schlachthofs in Buchloe mit dem Coronavirus infiziert. Der ehemalige Moksel-Betrieb gehört zum niederländisch-deutschen Vion-Konzern gehört.

Darüber hinaus sei für 93 Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet worden, teilte das zuständige Landratsamt mit. Es sei derzeit unklar, wie und wo sich die Mitarbeitenden angesteckt haben, heißt es weiter. Der erste Fall wurde laut Gesundheitsamt am 1. März bekannt. Bei den angeordneten Reihentestungen stellte sich dann heraus, dass sich noch mehr Mitarbeiter infiziert hatten. Die Ermittlungen laufen weiter.

Auswirkungen auf die Inzidenz habe der Ausbruch in Buchloe derzeit nicht. Nach Informationen des Gesundheitsamts liege das daran, weil ein Teil der Infizierten auch in benachbarten Landkreisen wohne. In drei Fällen der 83 Infizierten sei die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, teilte die Behörde weiter mit.

Nach Angaben des Unternehmens arbeiten im Buchloer Betrieb insgesamt 430 Menschen. Ein Großteil der Infizierten sei im Bereich der Schlachtung tätig. "Die Schlachtung ist seit  Dienstag bis zum Wochenende ausgesetzt", sagte ein Vion-Sprecher. Bis dahin ist nach Angaben des Landratsamts noch eine weitere Reihentestung der Belegschaft geplant.

Von Vion heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme, dass seitens der Überwachungsbehörden keine Verstöße gegen das Hygienekonzept des Unternehmens festgestellt wurden. Das bestätigt auch das Gesundheitsamt. Wo Abstände nicht eingehalten werden können, müssten die Mitarbeiter Masken tragen. Zusätzlich habe man Plexiglasscheiben eingebaut und in den Pausenräumen die Anzahl der Mitarbeiter beschränkt.

Anfang des Jahres war bereits an einem anderen Vion-Standort im baden-württembergischen Crailsheim ebenfalls ein Corona-Ausbruch gemeldet worden. Damals waren 23 Mitarbeiter positiv getestet worden. Zuvor standen Vions Schlachtbänder im November in Vilshofen still.
Quelle: agrarzeitung.de, fleischwirtschaft.de / dfv Mediengruppe
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