Corona-Pandemie: Handwerksmesse 2021 abgesagt
Corona-Pandemie

Handwerksmesse 2021 abgesagt

GHM
Die IHM als Gipfeltreffen des Handwerks muss 2021 pandemiebedingt zum zweiten Mal in Folge ausfallen.
Die IHM als Gipfeltreffen des Handwerks muss 2021 pandemiebedingt zum zweiten Mal in Folge ausfallen.

MÜNCHEN Die für den 10. bis 14. März 2021 geplante Internationale Handwerksmesse (IHM) fällt aus. Schon im Vorjahr konnte die Fach- und Verbrauchermesse auf dem Münchner Messegelände nicht stattfinden. Nun hoffen die Veranstalter auf eine Neuauflage in 2022.

Die Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie und fehlende Planungssicherheit führt die Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM) als Gründe für ihre Entscheidung an. Betroffen von der Absage für 2021 sind auch die „Handwerk & Design“ sowie die „Garten München“. Die nächste Ausgabe der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München soll nun vom 9. Bis 13. März 2022 stattfinden.

Planungssicherheit fehlt

„Das Verbot zur Durchführung von Messen wurde letzte Woche erneut verlängert und die bereits bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie massiv verschärft. Mit weiteren Verlängerungen ist zu rechnen“, schildert Dieter Dohr die Lage. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der GHM dankt gleichzeitig jenen Ausstellern, die bis zuletzt mit uns auf eine Durchführung gehofft hatten, und das seien über 80 Prozent gewesen.

Das Metzgerhandwerk in Bayern indes hatte schon frühzeitig auf eine Teilnahme an der IHM 2021 verzichtet. Bereits bei ihrer Tagung im November in Nürnberg hatten sich die Delegierten des Fleischerverbands Bayern einstimmig diesen Beschluss gefasst. Schon damals schien die Situation zu unsicher. Gleichzeitig wollte man nicht die Gefahr eingehen, dass die Messe erst während der laufenden Vorbereitungen abgesagt wird. Unnötige Kosten galt es zu vermeiden, ebenso eine mögliche Infektion unter Mitarbeitern und Gästen. Im Jahr 2022 wollen die Metzger dann gerne wieder das Bild der Messe mit prägen.
Auch Präsident Franz Xaver Peteranderl vom Bayerischen Handwerkstag (BHT) bedauert die Entwicklung: „Die erneute Absage der IHM ist ein harter Schlag für das bayerische Handwerk und angrenzende Wirtschaftszweige. Dass das ‚Schaufenster des Handwerks‘ ein weiteres Jahr leer bleibt, bedeutet nicht nur einen finanziellen, sondern auch ideellen Schaden.“

„Young Generation“ braucht Ersatz

Insbesondere schmerzt es den Handwerkspräsidenten, dass so auch die Sonderschau „Young Generation“ ins Wasser fällt. Sie liefere normalerweise eine Fülle an Infos zur Ausbildung im Handwerk für Jugendliche, Eltern und Lehrer. Peteranderl denkt aber schon weiter: „Da ohne Berufsorientierung ein weiteres schwieriges Jahr auf dem Lehrstellenmarkt droht, müssen wir einen Ersatz für die ‚Young Generation‘ finden.“

Quelle: fleischwirtschaft.de; GHM
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