DFV-Bilanz An der Theke ungeschlagen

Dienstag, 16. Februar 2016
Foto: DFV

Das Fleischerhandwerk ist in Deutschland mit fast 27.000 festen und mobilen Verkaufsstellen am Markt präsent und ist damit zahlenmäßig die größte Anbietergruppe für Fleisch und selbst produzierte Wurst. Heinz-Werner Süss hatte erfreuliche Zahlen im Gepäck, als er bei der Internationalen Pressekonferenz im Vorfeld der IFFA in Frankfurt eine Bilanz für die handwerklichen Fleischer zog.
Zwar sei die Situation nach wie vor so, dass jedes Jahr mehr Betriebe schließen als neu eröffnen. Den am Markt aktiven gehe es dafür aber ausgesprochen gut, so Süss. Der DFV-Präsident geht davon aus, dass die Umsätze im Jahr 2015 nochmals leicht zulegten. Bereits ohne das üblicherweise starke vierte Quartal zu berücksichtigen, ergebe sich ein Umsatzplus von 0,1 Prozent, schätzt der Deutsche Fleischer-Verband (DFV). Vor dem Hintergrund rückläufiger Verbraucherpreise und insgesamt weniger Betrieben am Markt betrachtete Süss dies auch als reales Wachstum.

Die Beschäftigung im Fleischerhandwerk halte sich stabil. Mit rund 142.000 Beschäftigten im Jahr 2015 habe man lediglich 0,1 Prozent weniger gezählt als im Jahr zuvor. Wobei der Rückgang allein aus den rückläufigen Zahlen an Azubis und Fachgeschäften resultiere. Die Metzger haben in den vergangenen Jahren einige lukrative neue Absatzwege für sich erschlossen. Dazu zählte der Fleischerpräsident Lieferungen an Großverbraucher und den Handel, Partyservice und Catering sowie Imbiss und Heiße Theke. Wichtigstes Standbein der Fleischer-Fachgeschäfte bleibe aber das Thekengeschäft. Hier seien zuletzt 10,5 Mrd. Euro erlöst worden: fast zwei Drittel des Branchenumsatzes insgesamt.
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