DFV-Finanzen stehen jetzt auf drei Säulen

Dienstag, 09. Oktober 2012

Nach kontroverser Aussprache stimmten die Delegierten des Deutschen Fleischer-Verbands dem neuen, auf drei Säulen aufbauenden Beitrags- und Finanzierungssystem zu.

Mit der Erarbeitung eines Finanzierungsplans zur Zukunftssicherung der Verbandsarbeit hatten die Mitglieder in Radebeul ihre neu gewählte Führungsspitze beauftragt. Die erarbeitete das Drei-Säulen-Modell (afz 40/2012) und stellte es ins Zentrum der Beratungen auf der Mitgliederversammlung des 122. Deutschen Fleischer-Verbandstags in Koblenz. Ein wesentlicher Faktor der sich abzeichnenden Finanzierungslücke der Verbandsarbeit auf Bundesebene ist dem Rückgang der Mitgliederzahlen durch Betriebsaufgaben und Innungsaustritte geschuldet.

Hier setzt das Modell an, das Schatzmeister Georg Schlagbauer in den vergangenen Wochen auf allen Ebenen zur Diskussion gestellt hatte. Zwar hatten die Landesinnungsmeister auf ihrer Konferenz in Bad Ems dem Finanzierungsplan grünes Licht gegeben, in Koblenz sahen viele Obermeister die Umsetzung aber kritisch. Vor allem die vermögensbildende Säule sei auf Innungsebene schwer vermittelbar.

In geheimer Abstimmung gaben schließlich doch fast zwei Drittel der Delegierten dem Finanzplan ihr Vertrauen. Ab 2013 führen die Innungen damit fünf Jahre lang eine Sonderabgabe in Höhe von 15 Euro pro Jahr und Mitglied an den Dachverband ab.
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