Deutscher Fleisch Kongress Fast alle kaufen Wurst

Dienstag, 17. November 2015
Foto: Thomas Fedra

Die Stimmung in Deutschland ist gut. Die Verbraucher haben wenig Grund zu sparen, dennoch geben sie ihr Geld nicht vermehrt für Lebensmittel aus.

So umriss Helmut Hübsch von der GfK beim Deutschen Fleisch Kongress in Frankfurt am Main die aktuelle Konsumlage. Die Umsätze mit Fast Moving Consumer Goods (FMCG) von Januar bis September dieses Jahres wiesen mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent quasi eine Stagnation auf. Hinter diesem zarten Plus verbergen sich 0,1 Prozent Wachstum in der Menge bei um 0,7 Prozent höheren Preisen.

Auch der Konsum von Fleisch und Wurst stagniert, wie die Nürnberger Marktforscher anhand des GfK-Haushaltspanels beobachten – das allerdings auf hohem Niveau. „Es sind noch relativ wenige, die sich dem Fleisch versagen“, bilanzierte Hübsch. Die jährliche Einkaufsmenge werde zwar langfristig sinken, allerdings rechnet der Konsumforscher nur mit einem Rückgang von 31 auf 29 kg je Haushalt. Das treffe vor allem das Schweinefleisch, in geringerem Maß auch das Putenfleisch.

„Nahezu jeder Haushalt kauft Wurst.“
Helmut Hübsch, GfK
Trotz des steigenden Angebots an vegetarischen Alternativen erziele das klassische Segment der Fleischwaren eine Käuferreichweite von 98,5 Prozent. „Nahezu jeder Haushalt kauft Wurst“, lautete also die gute Botschaft. Allerdings nehmen die Zahl der Kaufakte und die Einkaufsmenge ebenso wie der Preis leicht ab.

Fleisch und Wurst kaufen die Kunden zu 67 Prozent als SB-Ware, zu 28 Prozent im Bedienverkauf und zu fünf Prozent als Konserve, berichtete Helmut Hübsch den Gästen des Kongresses von afz, FleischWirtschaft, Lebensmittel Zeitung und der dfv Conference Group. Die Verteilung hält sich stabil.

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