Deutscher Fleischer-Verbandstag Arbeiten am gemeinsamen Ziel

Donnerstag, 17. September 2015
Foto: BTZ

Ziele definieren, Wege beraten, Entscheidungen treffen, konsequent handeln. Mit diesen Schritten lässt sich die Aufgabe, die Verbänden gestellt ist, trefflich beschreiben. Das gemeinsame Interesse lässt sich in einem starken Verbund eben besser verfolgen als alleine.

Neben vielen anderen Ebenen ist der Deutsche Fleischer-Verbandstag für das Fleischerhandwerk das Forum, um die gemeinsame Sacharbeit voranzubringen. „Arbeiten am gemeinsamen Ziel“ ist deshalb nicht nur das Motto des 125. Deutschen Fleischer-Verbandstags, sondern gleichermaßen Teil des Selbstverständnisses des DFV, seiner Landesinnungsverbände und der Innungen. Es ist der Anspruch, den die Mitgliedsunternehmen zu Recht stellen.

Auf Partner angewiesen

Die Bedeutung dieser Programmatik geht aber noch deutlich über diese interne Betrachtung hinaus. Das Fleischerhandwerk ist nicht isoliert, es ist auf Mitstreiter angewiesen, ohne die es nicht geht. Lieferanten, die Rohstoffe für die Produkte liefern, sind solche wichtigen Partner.

An erster Stelle stehen hier die Landwirte, die die Tiere halten, die den bedeutendsten Rohstoff liefern. Lieferanten kommen hinzu.

Auch mit weiteren Gruppierungen, Organisationen und Einrichtungen will und muss das Fleischerhandwerk zusammenarbeiten. Da sind die Verbraucher, die wir mit unseren Produkten überzeugen wollen. Dazu gehören auch die Verbraucher-Verbände, die maßgeblichen Einfluss darauf haben, wie Verbraucherpolitik gestaltet wird.

Da sind die Arbeitnehmer und deren Organisationen, mit denen wir über Arbeitsbedingungen und Vergütungen sprechen, die allen Seiten gerecht werden. Da sind andere Beteiligte am Markt, die zwar Konkurrenten sind, mit denen uns aber die Sichtweise auf die Bedeutung von Fleisch als Lebensmittel verbindet. Da sind Behörden und Ämter, mit denen wir an konkreten praktischen Umsetzungen von Vorschriften arbeiten. Und selbstverständlich ist da vor allem auch die Politik, mit der wir an guten Regeln für uns und die Menschen arbeiten.
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Es geht also nicht nur darum, Ziele für das Fleischerhandwerk aufzugreifen. Viele Aufgaben sind heute so komplex, dass Allianzen gebildet werden müssen, um das zu erreichen, was richtig ist. Arbeiten am gemeinsamen Ziel heißt also auch, Zusammenarbeit mit denjenigen, die dasselbe erreichen wollen wie wir.

Der Deutsche Fleischer-Verbandstag ist auch dafür unsere wichtigste Plattform. Traditionell diskutieren wir hier mit Vertretern der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft, der Gewerkschaften. Es geht dabei jeweils darum, Gemeinsames und Trennendes herauszuarbeiten und im Idealfall gemeinsame Ziele zu formulieren. Dieser Dialog ist unverzichtbar und wird natürlich auch in Bremen fortgesetzt.

Der Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf dem Dialog mit der Landwirtschaft liegen. Viele der brennenden Themen betreffen Bauern und Fleischer gleichermaßen. Es ist nötiger denn je, mit der Landwirtschaft an gemeinsamen Zielen zu arbeiten.

Zum Ausdruck kommt das auch in der Person unseres diesjährigen Festredners. Johannes Röhring ist CDU-Bundestagsabgeordneter und einer der führenden Repräsentanten des Deutschen Bauernverbandes, wenn es um Fleisch-Erzeugung und Vermarktung geht. Er sitzt dort dem Ausschuss für Schweinefleisch vor. Seine Heimat hat er im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, dessen Präsident er ist. Ihm kommt außerdem eine Schlüsselrolle bei der Abstimmung der Beteiligten in der Prozesskette zu. Er ist Vorsitzender des Bundesmarktverbands für Vieh und Fleisch. Hier treffen alle zusammen, die mit Fleisch zu tun haben. Da kommt vieles auf den Tisch, was auch unsere Arbeit betrifft.

Gemeinsames herausarbeiten

Wie wird sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiterentwickeln? Was wird aus den bäuerlichen Betrieben? Welche Ziele verfolgt der Bauernverband? Geht es nur noch um Export? Wie werden wir gemeinsam dem gesellschaftlichen Anspruch nach bestmöglicher Tierhaltung gerecht? All das sind Fragen, deren Beantwortung große Auswirkungen auf das Fleischerhandwerk haben werden.

Höchste Zeit also, Gemeinsames und Trennendes herauszuarbeiten und zu benennen. Genau das soll in der Matinee des Verbandstags versucht werden.Alle Mitglieder, Freunde und Partner des Deutschen Fleischer-Verbands sind zu dieser Matinee des Fleischerhandwerks geladen. Am 11. Oktober 2015, 11:00 Uhr, im Dorint Park Hotel im Bürgerpark Bremen, wollen wir Ziele definieren, an den wir gemeinsam arbeiten. Die Delegierten der Landesverbände finden sich zur Mitgliederversammlung an gleicher Stätte, am 12. Oktober 2015, 9:00 Uhr, zusammen.
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