Deutscher Fleischer-Verbandstag Fleischer schmieden Allianzen

Dienstag, 13. Oktober 2015
Arbeiten am gemeinsamen Ziel: Johannes Röring (links) und Heinz-Werner Süss.
Foto: feu
Arbeiten am gemeinsamen Ziel: Johannes Röring (links) und Heinz-Werner Süss.

Mit der Einladung eines Vertreters aus der Landwirtschaft und dem übergeordneten Motto „Arbeiten am gemeinsamen Ziel“ wurde das Tierwohl zum beherrschenden Thema des Verbandstags in Bremen. Denn hierin liegt die aktuelle gemeinschaftliche Aufgabe der beiden schon immer partnerschaftlich verbundenen Wirtschaftszweige.

DFV-Präsident Heinz-Werner Süss skizzierte den Wandel, den diese starke Allianz in den letzten Jahren vollzogen hat: Auf beiden Seiten hätten sich die Betriebe verändert und die Struktur der Schlachtstätten dünne aus. Zudem nehme die Frage nach dem Wohl der Tiere Fleischer wie Viehhalter gleichermaßen in die Pflicht. Als beunruhigend empfand der Fleischerpräsident außerdem die zunehmende Exportorientierung in der Schweinemast. So wünschte er sich vom Festredner Johannes Röring einen Ausblick, wohin sich die Landwirtschaft künftig orientiere und ob man weiter am gemeinsamen Ziel arbeite.

Hier beruhigte der Schweinemäster und Bundestagsabgeordnete sogleich: Bei aller Exportneigung bleibe der hiesige Absatzmarkt die Basis allen Tuns. Zugleich beschwor er die Partnerschaft der beiden Branchen. Er zollte den Metzgern seinen Dank für die hohe handwerkliche Qualität, die kompetente Beratung der Kunden und den intensiven Kontakt zum Verbraucher. Röring: „Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit für Fleisch gibt es nicht.“


Mit Blick auf die Haltungsbedingungen sah der Vertreter des Deutschen Bauernverbands seine Branche durchaus unter Druck. „Wir sind bereit diese Fragen anzugehen und am Ende auch umzusetzen.“ Das zeige unter anderem die Initiative Tierwohl. Hier nahm er zufrieden zur Kenntnis, dass man an der einen oder anderen Stelle auch mit dem Fleischerhandwerk im Gespräch sei.

Das könnte Sie auch interessieren
stats