Drei Fragen an Giuliano Fusaro

Samstag, 02. Februar 2013

afz-Interview mit einem Auszubildenden im Fleischerhandwerk
Das Fleischerhandwerk sucht händeringend Nachwuchs und für junge Menschen auf Ausbildungssuche ist das Angebot groß. Die afz sprach mit Giuliano Fusaro, Auszubildender zum Fleischer im dritten Lehrjahr, der am 1. Berufetag der Rodenbacher Adolf-Reichwein-Schule gemeinsam mit der Hanauer Obermeisterin Daniela Roß den Schülern die Ausbildungs-berufe Fleischer und Fleischerei-Fachverkäuferin vorstellte.


Wie kamst Du auf die Idee Fleischer zur werden?



Ich bin da von zu Hause aus geprägt. In der Verwandtschaft wurden immer schon Tiere für den eigenen Bedarf geschlachtet. Das hat schon früh mein Interesse geweckt. Außerdem möchte ich wissen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden - eben auch Fleisch und Wurst. Aus Neugier habe ich mir erst einen Praktikumsplatz gesucht, war mir dann sicher und begann meine Ausbildung.


Was macht Dir in Deiner Ausbildung am meisten Freude?


Das Ausbeinen, also das Zerlegen, interessiert mich besonders. Danach folgen die verschiedenen Zuschnitte für unterschiedliche Verwendungszwecke. Die Wurstherstellung finde ich auch sehr spannend. Hier kann ich zudem meine Experimentierfreude walten lassen. Das heißt, wenn ich Paprika mag, kann ich kreativ sein und ausprobieren, wie der Paprika in das Wurstbrät eingearbeitet werden kann. Daraus entsteht dann vielleicht ein eigenes neues Produkt.


Hast Du Pläne? Wie geht es nach der Lehre weiter?


Ich absolviere meine Ausbildung in einem kleinen, schlachtenden Handwerksbetrieb. Wenn ich die Prüfung bestanden habe, möchte ich gerne mein Wissen vertiefen und in einem anderen Unternehmen noch mehr Erfahrung sammeln. Mein Ziel ist es die Meisterschule zu besuchen und dann zeigt sich, ob noch mehr drin ist als der Meisterbrief.

Das Gespräch führte afz-Redakteur Jörg Schiffeler.
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