Fleischerhandwerk Bis hierhin glimpflich

Dienstag, 02. Juni 2020
Foto: DFV

Umfrage des DFV zeigt: Großteil der Fachgeschäfte ist mit den Herausforderungen durch Corona gut zurechtgekommen. Vor allem das Thekengeschäft verzeichnete Umsatzzuwächse.
Das Ladengeschäft ist stattlich gewachsen, die Umsätze im Partyservice und im Liefergeschäft mit Großverbrauchern sind massiv zusammengeklappt. Trotzdem sind die fleischerhandwerklichen Betriebe mehrheitlich gut mit den Herausforderungen der Corona-Krise zurechtgekommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Fleischer-Verbands. Gut 300 Innungsmitglieder hatten daran teilgenommen. Befragungszeitraum war Mitte Mai.

Als problematisch schätzten die Teilnehmer insbesondere die Maskenpflicht ein sowie die Einhaltung der Hygiene und der Abstandsregeln unter den Mitarbeitern. Die Rohstoffbeschaffung hingegen lief weitgehend reibungslos.

Wer sein Geld bislang mehr mit Veranstaltungen und Lieferungen verdiente, musste – und muss noch – mit schweren finanziellen Einbußen zurecht kommen. Für rund 17Prozent der Betriebe stellte das laut DFV dann auch ein großes Problem dar.
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(Bild: imago images / ZUMA Wire)

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Dennoch ist es zwei Dritteln (68 Prozent) der befragten Unternehmen gelungen, ohne finanzielle Hilfe durch die Krise zu kommen. Kurzarbeitergeld nahmen dagegen 18 Prozent in Anspruch. Das deckt sich weitgehend mit denjenigen, die von finanziellen Schwierigkeiten berichteten. Etwa 16 Prozent profitierten außerdem von den Liquiditätsbeihilfen von Bund und/oder Ländern.

Im Gegensatz zu den großen Schlachtbetrieben, die die Schlagzeilen der letzten Wochen beherrschten, war das Handwerk offenbar kaum von Corona-Infektionen betroffen. Genau 90 Prozent verneinen eine direkte Beeinträchtigung, vereinzelt standen Mitarbeiter unter Quarantäne. Nur zwei Unternehmen waren vorübergehend geschlossen.
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