Fleischkonsum Appetit der Schweizer wächst

Donnerstag, 28. Mai 2015
 Swiss Meat People ist die junge Seite des Schweizer Fleisch-Fachverbands.
Foto: SFF
Swiss Meat People ist die junge Seite des Schweizer Fleisch-Fachverbands.

In der Schweiz erhöhte sich der Gesamtkonsum an verkaufsfertigem Fleisch im Jahr 2014 um zwei Prozent auf 435.286 Tonnen. Die Inlandsproduktion legte um 2,5 Prozent zu. Auch der Pro-Kopf -Verzehr kletterte um 0,9 Prozent und erweist sich damit als längerfristig konstant.

Auf seiner Jahrespressekonferenz zog der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) in Zürich eine positive Bilanz vor. Der statistisch erfasste Fleischkonsum hat sich in Analogie zum Jahr 2013 und ohne Berücksichtigung des Einkaufstourismus auch im vergangenen Jahr insgesamt um zwei Prozent erhöht.

Pro Kopf legte der Verzehr um 0,9 Prozent zu. Dieser Anstieg erfolgte vor allem aufgrund der Zunahme des Konsums an Geflügel-, Schweine-, Schaf- und Lammfleisch, während im Vergleich zum Vorjahr derjenige an Kalb- und Pferdefleisch, aber auch an Fisch und Krustentieren rückläufig war. Insgesamt resultierte eine Erhöhung des Pro-Kopf-Verzehrs um rund 460 Gramm auf 52,44 Kilogramm.

Fleischverzehr nimmt zu

Zu den beliebtesten Fleischarten gehört das Schweinefleisch mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 23,66 kg (+ 0,8 Prozent), gefolgt vom Geflügelfleisch mit 11,92 kg (+ 4,3 Prozent) und Rindfleisch mit 11,47 kg (- 0,3 Prozent).

Damit zeigt sich einer langjährigen Tendenz folgend, dass der jährliche Pro-Kopf-Konsum mit Verschiebungen zwischen den einzelnen Fleischarten konstant bleibt, der Gesamtkonsum jedoch ansteigt. Daraus leitet SFF-Präsident Rolf Büttiker ab, dass die Eidgenossen mehrheitlich und den verschiedenen Aufrufen zum Fleischverzicht zum Trotz weiter unvermindert dem Fleischgenuss frönen. Sie erkennt somit klar die Bedeutung von Fleisch als essenziellen Teil einer ausgewogenen Ernährung an.

Akuter Nachwuchsmangel

Die eidgenössische Fleischwirtschaft muss mehr denn je um Nachwuchs kämpfen. Mit verschiedenen Maßnahmen will sie dem Mangel an Auszubildenden entgegentreten und zeigen, dass der Beruf kreativ, verantwortungsvoll und spannend ist.

Wie SFF-Kommunikationsleiter Elias Welti zur Pressekonferenz mitteilte, belegen Umfragen, dass Lehrlinge für die Fleischerberufe vor allem über persönliche Kontakte auf die Branche aufmerksam wurden. Nur bei etwa zehn Prozent der Schüler wurde das eigentliche Interesse in der Schule, bei einer Berufsschau oder von einem Berufsberater geweckt. Rund vier Fünftel der noch schulpflichtigen Jugendlichen hatten noch andere Wunschberufe im Kopf.

Um diese Situation zu ändern, hat der SFF ein Maßnahmenpaket geschnürt, welches ab Lehrjahr 2016 jährlich 350 Lehrstellen besetzen soll. Dies soll durch das Sponsoring von Anlässen, verstärkten Aktionen an Berufsbildungsmessen und in Schulen, intensivierte Internet- und Socialmedia-Präsenz sowie Tage der offenen Tür vor Ort für Schulklassen, Eltern, Lehrer und Berufsberater in fleischerhandwerklichen Betrieben erreicht werden.
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