Forum der Fleischwirtschaft Veggie – Monsterwelle oder Flaute

Freitag, 27. Mai 2016
Foto: Hermann Pentermann

Wurst gehört zu den bevorzugten Speisen der Deutschen, sie darf in letzter Zeit auch gerne vegetarisch sein. Geht Wurst und vegetarisch überhaupt zusammen, ist hier schon ein neuer Trend entstanden?

Diese und andere Fragen behandelt am 16. Juni das Forum der Fleischwirtschaft in Osnabrück mit dem Thema „Veggie – Monsterwelle oder Sturm im Wasserglas?“ Zum dritten Mal findet das Forum der afz – allgemeine fleischer zeitung und der FleischWirtschaft dabei im Medienhaus Neue OZ statt.

„Wir können auch vegetarisch.“ Das zeigten in den letzten Jahre einige Wursthersteller. Gewürzhersteller liefern Zutaten, Maschinen zerkleinern Weizen- oder Sojaproteine und auch Därme und Hüllen lassen sich mit Vegetarischem füllen. Auf der anderen Seite: In Produktbezeichnungen, die der Wurst oder dem Fleisch das Wort vegan oder vegetarisch voranstellen, sieht der Deutsche Fleischer-Verband eine Täuschung und Irreführung der Verbrauchers. Doch was will der Konsument wirklich?

Foto: dfv
Viele Unternehmen der Fleisch- und Wurstbranche verweisen auf langjährige Kompetenz, die auch bei vegetarischen Produkten punkten soll. Anderen kommt vegetarische Wurst nicht in die Pelle, sie halten es für unglaubwürdig, Fleischloses als Fleischwarenhersteller anzubieten. Marketingexperten von „reinen“ Fleischlos-Herstellern wollen auf die Begriffe Wurst, Burger oder Schnitzel nicht verzichten – wecken sie doch vertraute Assoziationen beim Verbraucher, die beim Verkauf der neuartigen Produkte gerne genutzt werden.

Auf einen Blick

Termin: 16. Juni 2016 +++ Uhrzeit: 9:00 bis 16:30 Uhr +++ Ort: NOZ Medienzentrum, Erich-Maria-Remarque-Ring/Berliner Platz, 49074 Osnabrück +++ Info: Christian Schnücke, Telefon: 069 7595-1961, E-Mail Christian.Schnuecke@dfv.de
Für die Herstellung werden Teig-Rohlingen extrudiert und gekühlt, um als pflanzliches Produkt den Eigenschaften von Fleisch zu entsprechen. Geschmack und Aussehen bekommt das Produkt in der Weiterverarbeitung, indem es etwa mariniert und portioniert wird. Je höher dabei der Verarbeitungsgrad ist, desto mehr Zutaten und Zusatzstoffe kommen zum Einsatz, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Und welche Zutaten sind für die Herstellung vegetarischer Lebensmittel in der Fleischwarenindustrie erlaubt? Und wie sind sie zu kennzeichnen?

Noch scheint nicht alles klar, doch Experten wissen Rat. Folgende Themen werden von profunden Kennern analysiert und auf dem Forum der Fleischwirtschaft in Osnabrück präsentiert.

Die Themen und Referenten

Geschmackssache: Vegetarische Wurst versus Clean Label
Prof. Dr. Guido Ritter, iSuN - Institut für Nachhaltige Ernährung, FH Münster


Zahlenspiele: Es geht nicht um generellen Verzicht
Anne-Kathrin Haubert, The Nielsen Company, Frankfurt am Main


Pro: Das erste Fleisch, dass sich vegan nennen darf
Timo Recker, Like Meat GmbH, Düsseldorf


Contra: Fleisch-Kompetenz ist unsere Stärke
Sarah Dhem, Werner Schulte GmbH & Co. KG, Lastrup


Schnitzel: Vertraute Namen öffnen Absatzwege
Till Strecker, Vegetarierbund Deutschland e.V. (Vebu), Berlin


Kennzeichnung: Es kommt auf den Einzelfall an
Dr. Clemens Comans, KWG Rechtsanwälte, Gummersbach


Technologie: Das Geheimnis liegt in den Kühldüsen
Prof. Dr. Stefan Töpfl, Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL), Quakenbrück


Handel: Neue Strömungen erobern ihren Platz im Regal
Jürgen Mäder, Edeka Südwest Fleisch GmbH, Rheinstetten


Diskussion: Veggie – Monsterwelle oder Sturm im Wasserglas?

Das Forum der Fleischwirtschaft wird begleitet von Firmenpräsentationen. Teilnehmer des Forums sind am Vorabend zum exklusiven Networking für Kollegen der Branche in die Brauerei Rampendahl eingeladen.

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