Hohe Rohstoffkosten Fleischer passen die Preise an

Donnerstag, 05. Dezember 2019
Die Fleischer sind mit 24.227 Verkaufsstellen im bundesdeutschen Markt präsent.
Foto: DFV
Die Fleischer sind mit 24.227 Verkaufsstellen im bundesdeutschen Markt präsent.

Gestiegene Rohstoffkosten zwingen die Fleischer zu Preiserhöhungen. Bisher kein Einbruch der Nachfrage.

Die höheren Preise für Fleisch und Wurst an den Theken der Fleischer-Fachgeschäfte haben bisher zu keinem Rückgang der Nachfrage geführt. Dies zeigten eigene Erhebungen unter den Mitgliedern, teilte der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) mit. Die Preisanpassungen wurden notwendig, weil die Preise für Schlachtschweine in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind.

Schwein - imago
(Bild: imago images / Marius Schwarz)

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Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hatte bereits im Sommer reagiert und die Preise angehoben. Der Preiswettbewerb zwischen dem LEH und den Fleischereien sei dennoch unvermindert im Gang, teilt der DFV mit.
Herbert Dohrmann, Fleischermeister und Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands
Foto: DFV
Herbert Dohrmann, Fleischermeister und Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands
„Unsere Kunden wissen, warum es bei uns etwas teurer ist als im Selbstbedienungsladen. Wir werben darum, dass auch bei dieser Preissituation handwerkliche Frische aus der Region gekauft wird“, erklärt DFV-Präsident Herbert Dohrmann. „Das Fleischerhandwerk wird definitiv am hohen Qualitätsstandard festhalten“, betont Dohrmann. Nach wie vor werde von Mitbewerbern Billigfleisch zu extrem niedrigen Preisen angeboten.
Metzger DFV
(Bild: DFV)

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Vor allem durch die deutlich gestiegenen Exporte nach China erleben die Preise für Schweinefleisch derzeit einen extremen Höhenflug. Dort sind Versorgungsengpässe durch die in Asien grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) entstanden, die unter anderem durch Einkäufe in Europa ausgeglichen werden. Diese Entwicklung bedeute für das Fleischerhandwerk eine besondere Herausforderung, so der DFV. Durch die Versorgung aus der Region habe das Handwerk meist ohnehin höhere Einkaufspreise als industrielle Verarbeiter. Die Preissprünge belasten also in diesem Segment besonders stark.

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