Grüne Woche In der Region für die Region

Dienstag, 26. Januar 2016
Partnerschaftliche Bühnenpräsenz (von links): DFV-Präsident Heinz-Werner Süss, ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte, DKB-Präsident Gerhard Schenk, DBV-Vizepräsident Werner Hilse sowie DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.
Foto: sch
Partnerschaftliche Bühnenpräsenz (von links): DFV-Präsident Heinz-Werner Süss, ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte, DKB-Präsident Gerhard Schenk, DBV-Vizepräsident Werner Hilse sowie DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

Regionale Wertschöpfungsketten basieren auf der Kooperation von vor Ort agierenden Betriebe kleinerer Struktur. Deren Entwicklung muss durch bessere Rahmenbedingungen und ein modifiziertes Verbraucherverhalten weiter forciert werden.
Durch die Nutzung heimischer Ressourcen und die daraus entstehenden Produkte schaffen Lebensmittelhandwerker und Landwirte einen Mehrwert für die Region und die dort lebenden Menschen. Die Tätigkeit beider Wirtschaftszweige ist jedoch vielfältigen Einflüssen ausgesetzt.

Unter dem Motto „Regionale Wertschöpfungsketten gemeinsam erschließen“ diskutierten DFV-Präsident Heinz-Werner Süss und Präsident Gerhard Schenk vom Deutschen Konditorenbund (DKB) gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Bauernverbands öffentlich auf der Bühne des Erlebnisbauernhofs auf der Grünen Woche. Im Mittelpunkt standen gestiegene Verbraucheransprüche, Nachfragemacht des Handels sowie Fragen der Globalisierung und Digitalisierung.

Sowohl Lebensmittelhandwerk als auch Landwirtschaft wünschen sich gegenüber dem Handel Wettbewerbsbedingungen auf Augenhöhe. Mit Blick auf die zahlreichen zeitaufwendigen Dokumentationspflichten wurden von der Politik mehr Freiräume und gerechtere Bedingungen im Verhältnis zu den Großunternehmen gefordert. Für eine zukunftsfähige Entwicklung der Betriebe im ländlichen Raum sind zudem hochleistungsfähige Breitbandinfrastrukturen unverzichtbare Standortvoraussetzungen.

An die Adresse der Verbraucher appellierten die Diskussionsteilnehmer, durch ihr Einkaufsverhalten einen Beitrag zum Erhalt der Betriebe im Lebensmittelhandwerk zu leisten. „Die Kunden wollen regional hergestellte Erzeugnisse, wollen dafür aber nicht mehr ausgeben als beim Discounter “, stellte DFV-Präsident Heinz-Werner Süss mit Bedauern fest. Für seinen in der Vorderpfalz ansässigen Betrieb bezieht er nur Tiere aus der Umgebung. Die Verarbeitung basiert auf den Prinzipien von Transparenz und Nachhaltigkeit. Ein Mehraufwand, für den der engagierte Fleischermeister sowohl von der Politik als auch den Konsumenten mehr Wertschätzung einforderte
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