Halbjahresbilanz Verhalten positive Stimmung

Dienstag, 27. August 2019
Das Fleischerhandwerk ist in Deutschland mit 11.736 Unternehmen vertreten.
Foto: bfm
Das Fleischerhandwerk ist in Deutschland mit 11.736 Unternehmen vertreten.

Metzger können sich über steigende Umsätze freuen. Das bremste auch die Konsolidierung der Branche – zumindest ein wenig.
Das Fleischerhandwerk ist in Deutschland mit knapp 25.000 Verkaufsstellen präsent. Die Zahl ist zwar weiter rückläufig, die negative Dynamik scheint aber abzubremsen. Das zeigt der aktuelle Blick des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV) auf die Entwicklung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. 

Generell gilt allerdings weiter: weniger Betriebe (11.736; Ende 2018: 11.917), weniger Filialen (7.491; Ende 2018: 7.750), allein die Zahl der mobilen Verkaufsstellen hält sich mit etwa 5.000 konstant.

Als Hauptgrund für das Schließen von Fleischereien sieht der DFV die wachsende Schwierigkeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Immer mehr und immer höhere bürokratische Hürden schaffen nicht gerade ein motivierendes Klima für Gründergeister.

Dabei lief das erste Halbjahr für die handwerklichen Metzgereien in Deutschland ganz erfreulich: Der Großteil realisierte erneut steigende Umsätze, wie das afz-Barometer zeigte. Dem gegenüber steht allerdings zugleich ein wachsender Kostenblock, der Rohstoffe, Entsorgung und Personalkosten umfasst.
Fleisch Theke
(Bild: fl)

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Erfreulich entwickelt sich nach wie vor das Fleischgeschäft. Während sich der Absatz von Schwein und Geflügel stabil hielt, legte das Geschäft mit Rindfleisch nochmals zu. Der Trend im Fachgeschäft geht klar zu besonderen Qualitäten und Herkünften.

Im Zuge der notwendigen sorgfältigen Kalkulation und der knappen Personaldecke kommt manche Verkaufsstelle knallhart auf den Prüfstand. Hier sieht der DFV, dass das Filialnetz weiter gestrafft wurde, ähnlich wie im Vorjahreszeitraum. Aber weiter gilt: Gut jeder vierte Betrieb ist filialisiert.
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