Herausforderungen und Chancen

Freitag, 18. Oktober 2013
Foto: Rund 300 Teilnehmer werden zum 8. Deutschen Fleisch Kongress erwartet. Foto: Thomas Fedra

(Bild: Rund 300 Teilnehmer werden zum 8. Deutschen Fleisch Kongress erwartet. Foto: Thomas Fedra)
Der achte Deutsche Fleisch Kongress rückt Perspektiven für Handwerk und Fleischverarbeiter in den Mittelpunkt. Welche Anforderungen stellt die verschärfte Wettbewerbssituation im Außer-Haus-Markt auf der Vermarktungsseite und an die Produzenten?

Impulse fürs Geschäft

Der Nachmittag des ersten Tags fokussiert sich auf die Bedientheke und das Snack-Geschäft als Profilierungsmerkmal und Umsatzgarant für Metzgereien und Fleischverarbeiter. Einen möglichen Weg zur Neupositionierung stellt dabei Frank Remagen gemeinsam mit der Compass Group (Eurest) vor.

Anschließend stellen erfolgreiche Handwerksbetriebe wie Häfele und Lauterbach ihre Strategien zur Neu-Positionierung im Wettbewerb mit dem Lebensmitteleinzelhandel vor. Den deutschen Blick ergänzt die aus Österreich kommende Idee der Bonusfleischer. Karl Wegschaider präsentiert das Kundenbindungsprogramm der mehr als 100 teilnehmenden Handwerksmetzger.

Top Themen

Märkte und Trends – Der deutsche Fleischmarkt im Überblick

Veganer, Flexitarier und Otto Normalverbraucher – Die
Ernährungstrends der Zukunft.

Export – Ausweg aus der Überproduktion?

Transparenz, Food Safety und Tierwohl – Wie kann man den Spagat schaffen?

Außer-Haus-Verzehr – Erfolgskonzept für eine ganztägige Frequenz

Kommunikation verstehen

Professor Dr. Ulrich Nöhle startet am zweiten Kongresstag mit der Frage nach dringend notwendiger Transparenz von Geschäftsprozessen in Lebensmittel verarbeitenden und handelnden Unternehmen. Vor dem Hintergrund veränderter Beschaffungsmärkte ergeben sich Gefahrenquellen und Konfliktpotenziale, an die hierzulande kaum jemand denkt. So fehlt es an einer Risikoorientierung.

Außerdem wirft Nöhle einen Blick auf die industrielle Fleischproduktion, die ganz im Kontrast zur Bauernhofidylle steht. Auch wenn die Agrar- und Fleischwirtschaft ihre Produktionsprozesse gesetzeskonform gestaltet, sind Verbraucher darüber immer wieder geschockt. Nöhle zeigt auf, wie wichtig es ist, dass die Fleischwirtschaft endlich beginnt, den Normalzustand zu kommunizieren.

Wie tickt der Verbraucher?

Dem gegenüber steht das teilweise schizophrene Verhalten der Kunden, das Marktforscher Dirk Ziems unter die Lupe nimmt. Er greift damit das Thema des ersten Vortrags der GfK aus tiefenpsychologischer Sicht auf, und benennt dabei die geheimen und unbewussten Konflikte beim Fleischverzehr. Weil es schmeckt, sind der CO2-Footprint, Tierquälerei und -transporte gesellschaftlich akzeptiert.

Zyklisch wiederkehrende Fleischskandale beeinflussen dennoch das Kundenvertrauen, auch wenn die große Empörung nach vier Wochen nachlässt und sich die Verkaufszahlen wieder erholen. Ziems spürt der Frage nach, wie die Branche mit diesem Widerspruch bei der Entwicklung von Marketing- und Kommunikationsstrategien umgehen muss, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

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Information und Anmeldung: Deutscher Fleisch Kongress

Impressionen aus den Vorjahren: Bildergalerie
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