IFFA 2016 Impulse für die Zukunft

Montag, 02. Mai 2016
Maschinen und Geräte für die Hochleistungsanwendung ebenso wie für das handwerkliche Arbeiten: Die IFFA zeigt die Trends in der Fleischverarbeitung.
Foto: Messe Frankfurt / Petra Welzel
Maschinen und Geräte für die Hochleistungsanwendung ebenso wie für das handwerkliche Arbeiten: Die IFFA zeigt die Trends in der Fleischverarbeitung.

Für die Unternehmen des Fleischerhandwerks ist die IFFA in Frankfurt am Main die Gelegenheit, wichtige Impulse für die eigene betriebliche Zukunft zu bekommen.

Informative Veranstaltungen rund um das Fleischerhandwerk, Produkt- und Service-Neuheiten für den Verkauf, die Qualitätswettbewerbe des Deutschen Fleischer-Verbands und die zahlreichen Innovationen im technologischen Bereich machen den Besuch der IFFA 2016 zu einem Pflichttermin.

Qualität aus der Region

Neben hoher Qualität und Vielfalt schreiben sich die Handwerksmetzger oftmals Regionalität auf die Fahnen, womit sie als Gegenbewegung zur Globalisierung bei vielen Kunden punkten. Diese legen Wert auf lokale Kreisläufe mit kurzen Wegen und auf Heimatverbundenheit. Die Fleischer nutzen das entweder, indem sie mit Rohstoffen aus ihrer Region produzieren oder ihre Kompetenz bei der Herstellung regionaltypischer Erzeugnisse zur Kundengewinnung einsetzen. Zudem setzen sie sich mit Edelfleisch von besonderen Rassen und aus extensiver Haltung oder mit besonderen Zuschnitten – wie beispielsweise den Flanksteaks – von anderen Anbietern ab.

Nicht nur für den kritischen Verbraucher spielen Tierschutz und Tierwohl eine immer größere Rolle beim Kauf von Fleisch und Wurst. Hier zeigt das Handwerk seine Stärken: mit Tieren aus der Region, kurzen Transportwegen sowie bei schlachtenden Metzgern mit dem schonenden Umgang vor und während der Schlachtung. Darin kommt die hohe Wertschätzung für das Lebewesen zum Ausdruck, das ein wertvolles und hochwertiges Lebensmittel liefert.

Metzger to go

Fleischer-Fachgeschäfte bieten zunehmend weitere handwerkliche Lebensmittel an, was ihren Ruf als qualifizierter Anbieter eigenproduzierter Waren festigt. Inzwischen gehören auch vegetarische, seltener vegane Produkte dazu – besonders im Partyservice. Und mit fleischlosen Gerichten lässt sich eine hohe Wertschöpfung erzielen. Im Convenience-Bereich eröffnet sich aufgrund veränderter Verzehrgewohnheiten – feste Essenszeiten werden seltener – eine Reihe von Möglichkeiten: Zum einen möchte der Kunde fertige Gerichte inklusive Beilagen, die er zuhause nur erhitzen muss. Dafür gibt es unter anderem temperaturhaltende Styroporverpackungen, die zudem mikrowellengeeignet sind. Zum anderen werden viele Speisen „to go“ gekauft, die vor Ort im Stehen oder auch im Gehen verzehrt werden. Für Hamburger fertigen die Fachgeschäfte ihr Hackfleisch nach individuellen Rezepten selbst.

Strom aus Energiepools

Da Herstellung und Lagerung von Fleisch und Wurst extrem energieintensiv sind, investieren die Fleischer stark in diesen Sektor. Neben stromsparenden Maschinen, Beleuchtungen und temperaturgesteuerten Einrichtungen geht es um eine verbesserte Stromnutzung. Immer mehr spielen alternative Formen wie kompakte Blockheizkraftwerke und regenerative Energien eine Rolle. Auch der Zusammenschluss zu Energiepools wird stärker genutzt, so zum Beispiel im Verbund mit anderen Ernährungsgewerken wie in Bayern oder auf Innungsebene bereits praktiziert. Der Effekt ist: Je größer die Abnahmemenge, desto geringer der Preis. Zu diesen Möglichkeiten sowie zu anderen leicht umsetzbaren Einsparmaßnahmen in der Praxis gibt der Deutsche Fleischer-Verband Tipps und Hilfestellungen mit einer dafür eingerichteten Beratungsstelle. Zudem steht der Energieberater des Verbands während der IFFA in der Halle 4.1 Rede und Antwort.

Mechanisierung erleichtert die Produktion

Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel wächst. Schon heute bleibt jede fünfte Ausbildungsstelle unbesetzt. Um die Defizite auszugleichen, investieren die Unternehmen in die Mechanisierung des Produktionsprozesses. Ebenso vereinfachen und erleichtern moderne Maschinen manchen Arbeitsschritt.

Die Messe

Messegelände Frankfurt am Main +++ Samstag, 7. Mai bis Mittwoch, 11. Mai 2016, jeweils 9:00 – 18:00 Uhr Donnerstag, 12. Mai 2016, 9:00 – 17:00 Uhr +++ Tageskarte: 20 Euro Vorverkauf/Online Ticket; 22 Euro Kassenverkauf; 10 Euro Ermäßigt, nur im Kassenverkauf (Studenten, Schüler)


Hygiene ist das A und O bei der Herstellung von gesunden Lebensmitteln sowie das Aushängeschild für ein Fleischer-Fachgeschäft. Hier sind kontinuierliche Investitionen gefordert – im Verkaufsbereich, in der Produktion und bei den Mitarbeitern. Die Spanne reicht von baulichen Anpassungen über die Unterweisungen des Personals nach aktuellen Vorschriften bis zu einer wirkungsvollen Kontrolle aller Maßnahmen. Der Aufwand bei der Dokumentation steigt stetig, weshalb ökonomische und praktikable Prüf- und Nachweissysteme gefragt sind, die dem Metzger noch ausreichend Zeit lassen für seine eigentlichen Aufgaben.

Weblink zur IFFA.

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