Tierwohl Brancheninitiative braucht breitere Basis

Dienstag, 23. Juni 2015
Foto: L&F

Der Ruf nach einer besseren finanziellen Ausstattung für die Initiative Tierwohl wir immer lauter. Ziel soll es sein, alle Landwirte aufzunehmen, die mitmachen wollen.

Seit Anfang dieses Jahres zahlen die teilnehmenden Händler für jedes verkaufte Kilo Schweine- oder Geflügelfleisch sowie für Wurst vier Cent in einen Fonds, aus dem die Tierwohlmaßnahmen der Erzeuger bezahlt werden. Etwa 4.700 Schweinehalter hatten sich bei der Brancheninitiative für mehr Tierwohl angemeldet. Doch das Geld reicht nur für rund die Hälfte der Landwirte. Und so schwelte in den vergangenen Wochen die Kritik, das Wohl der Tiere vom Losglück abhängig zu machen.



Zuletzt war es Bauernpräsident Joachim Rukwied, der gezielt McDonald’s, Burger King und Co. zur Teilnahme an der Initiative aufforderte. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ berichtete er zudem von Gesprächen mit denjenigen Handelsketten, die bislang nicht mit im Boot sind.

Wie Dr. Helfried Giesen dem afz-Schwesterblatt „agrarzeitung“ berichtete, werden sich Mitte Juli alle an dem Projekt beteiligten Gründungsmitglieder zu einem Spitzengespräch im Münsterland treffen. Ziel sei es auszuloten, wie man die Finanzierung auf eine breitere Basis stellt. Neben dem kompletten Handel soll auch das Fleischerhandwerk für das Mitmachen an der Initiative gewonnen werden. Als weitere theoretische Möglichkeit brachte der Westfleisch-Vorstand ins Spiel, dass der Lebensmitteleinzelhandel seine Abgaben von vier Cent pro Kilo Fleisch einfach auf acht Cent erhöht.

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