Jeder für sich und alle gemeinsam

Dienstag, 21. Januar 2014
Foto: Josef Efken, Christian Schmidt, Renate Kühlcke, Bernhard Simon und Roger Fechler. Foto: Matthias Richter

afz Frische Forum Fleisch: Herausforderungen der Fleischwirtschaft
(Bild: Josef Efken, Christian Schmidt, Renate Kühlcke, Bernhard Simon und Roger Fechler. Foto: Matthias Richter)
Die Herausforderungen für die Fleischwirtschaft sind zahlreich. Manche müssen die Unternehmen individuell angehen, um sich abzuheben. Andere Maßnahmen brauchen ein gemeinsames Dach, um erfolgreich zu sein.

Das 29. Frische Forum Fleisch von afz und Messe Berlin im Rahmen der Grünen Woche stand im Zeichen der Zeitenwende und beschäftigte sich mit Zukunftsstrategien für die Branche. „Wir sind gut, wir können immer noch besser, und wir reden darüber.“

Roger Fechler vom Deutschen Bauernverband erläuterte, wie die moderne Landwirtschaft mit einem Leitbild versucht, ihr Bild in der Öffentlichkeit zu ändern, und in Dialog mit NGOs und Verbrauchern tritt.

Dass man sich im Export eine goldene Nase verdienen kann, entlarvte Dr. Bernhard J. Simon von Simon Fleisch als Vorurteil. Aus Sicht eines mittelständischen Schlachtunternehmens schilderte er seine Balance zwischen Diversifizierung und Wachstum im Ausland.

Dr. Josef Efken vom Thünen-Institut in Braunschweig ging der Frage nach, ob Deutschland zu Recht von den europäischen Nachbarn als Dumpinglohnland kritisiert wird. Seine Studie auf Basis der amtlichen Statistiken lasse diesen Schluss durchaus zu. Allein die Debatte darum habe dem Image sehr geschadet. Dass sich durch den frisch ausgehandelten Mindestlohn daran viel ändere, zog er in Zweifel.

Die Marktchancen der Fleischbranche im Inland beleuchtete Dr. Christian Schmidt von der niedersächsischen Marketinggesellschaft. Produkte ebenso wie die Verbraucheransprüche würden immer vielfältiger. Doch warnte er vor zu viel Kleinteiligkeit: Manches müsse man vereint als Branche erreichen, damit sich unter dem gemeinsamen Dach alle wohlfühlen.

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Lesen Sie auch den Kommentar "Nicht nachlassen"
von Sandra Sieler, stellvertretende afz-Chefredakteurin.
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