Jubiläum Alles aus einer Hand

Dienstag, 17. Dezember 2019
Zur Geschäftsführung mit Alexander Butsch (links) und Matthias Weckesser stößt 2020 Daniel Weckesser hinzu.
Foto: Kramer
Zur Geschäftsführung mit Alexander Butsch (links) und Matthias Weckesser stößt 2020 Daniel Weckesser hinzu.

90 Jahre Kramer Ladenbau. Das Lebensmittelhandwerk bleibt im Fokus des Einrichtungsspezialisten aus dem Schwarzwald.

von Kurt Meier

Wer über einen Geschäfts- oder Ladenneu- oder -umbau nachdenkt, stößt auf den Namen Kramer. Das Unternehmen aus dem südbadischen Umkirch bei Freiburg deckt vier Geschäftsfelder ab: Neben Ladenbau sind das Dämmtechnik und Kühlraumbau. Neu hinzu gekommen ist der Modulbau. In diesem Jahr feiert das Familienunternehmen mit derzeit 280 Mitarbeitern sein 90-jähriges Bestehen.

Der gebürtige Pfälzer Fritz Kramer gründete das Unternehmen am 17. September 1929 als „Fritz Kramer Isolierungen“. Diese Branche gehörte seinerzeit zu den aufstrebenden Gewerken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kühlraumbau, damals noch vorrangig für Metzgereien, zum zweiten Standbein. 1955 wurde ein Neubau im Industriegebiet Nord der Stadt Freiburg bezogen. 2010 folgte der Umzug ins Gewerbegebiet Umkirch mit direktem Autobahnanschluss.

Kramer realisiert heute Einrichtungen für Fleischereien, Bäckereien, Konditoreien, Cafés, Feinkost- und Fischgeschäft sowie den Lebensmitteleinzelhandel. Bis auf wenige Komponenten stammt alles aus einer Hand. Großer Wert werde auf Innovationen gelegt, betonen die Geschäftsführer Matthias Weckesser, Alexander Butsch und Daniel Weckesser. Mehrere Patente haben die Umkircher bereits angemeldet – beispielsweise ein Kühlsystem, das Sonnenenergie nutzt. Das Lebensmittelhandwerk behalte den Stellenwert, den es bei Kramer schon immer hatte.

„Wir verstehen uns als Partner, der eng mit dem Kunden zusammenarbeitet.“
Robert Mastrocola
Eine große Rolle spiele der Servicegedanke: „Wir verstehen uns als Partner, der eng mit dem Kunden zusammenarbeitet“, sagt Robert Mastrocola, Leiter des Geschäftsbereichs Ladenbau. Das fange bei der Standortanalyse an, gehe über das eigentliche Projekt hinaus bis zum „After-Sales-Management“.

Die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sorge dafür, dass das Unternehmen sowohl zeitgemäß als auch praxisorientiert bleibt, sagt Daniel Weckesser. Der 30-Jährige wird ab 2020 offiziell mit seinem Vater Matthias und Alexander Butsch in die dann dreiköpfige Geschäftsführung eintreten. Daher entwickle Kramer beispielsweise Theken, die exakt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Die würden dann in der hauseigenen Fertigung passgenau hergestellt. Theke sei aber nicht gleich Theke. Auch hier werde Flexibilität großgeschrieben.

Unter dem Namen „Flexiline“ wurde eine Thekengeneration entwickelt, die sich für mehrere Zwecke umfunktionieren lässt – morgens für das Frühstücksgeschäft, mittags als Snackbereich und abends als Mittelpunkt für das After-Work-Event.

Die Philosophie „Schau über den Tellerrand hinaus und beobachte, was um dich herum geschieht“ präge das Unternehmen bis heute, sagt Matthias Weckesser. Daraus entstand die Idee, die im Kühlraumbau verwendeten Sandwichpaneele für die Isolierung von Wohnräumen zu verwenden. Die modulare Bauweise im Projekt „addhome“ war geboren. Die Technik wird heute bei der modularen Erweiterung von gewerblichen Flächen eingesetzt.

„Im 90. Jahr ihres Bestehens ist die Kramer GmbH ein mittelständisches Unternehmen, das aus der jahrzehntelangen Erfahrung in verschiedenen Branchen und den Synergieeffekten der Geschäftsbereiche schöpfen kann“, so Matthias Weckesser. Neben dem Hauptsitz in Umkirch verfügt Kramer über acht Niederlassungen und ist mit der Niederberger Kramer Ladenbau GmbH, der suncooling GmbH sowie der Kramer Schweiz AG in ganz Europa vertreten. Mit dem Eintritt von Daniel Weckesser werde die Familientradtion in der vierten Generation fortgesetzt.

Weblink zum Unternehmen

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