Listerien Zweites Unternehmen betroffen

Montag, 04. November 2019

Innerhalb weniger Wochen trifft es nun den zweiten Hersteller von Fleischwaren: Seit Freitag ruht die  Betriebsstätte der Firma Fleisch-Krone im Landkreis Vechta wegen des Nachweises von Listerien.
Im Rahmen der Eigenkontrollen war der Fleischwarenproduzent an seinem Standort in Goldenstedt auf Listerien gestoßen. Umgehend veranlasste der Convenience-Produzent einen Rückruf. So blieben am Samstag einige Fächer in den Kühlregalen des LEH leer. Betroffen sind Frikadellen und Frikadellen-Bällchen der Marke "Gut Bartenhof" sowie Frikadellen-Bällchen der Rewe-Eigenmarke "ja!". 

Die betroffene Ware mit der Bezeichnung "Gut Bartenhof" wurde an die Handelskette Norma an Filialen der Niederlassungen in Aichach, Rossau, Ahrensfelde\OT Blumberg, Dettingen, Rheinböllen und Kerpen geliefert, teilt das Unternehmen mit. Man habe die betroffenen Produkte unmittelbar aus dem Verkauf nehmen lassen, heißt es weiter auf der Webseite von Fleisch-Krone. Außerdem hat der Hersteller mit Hauptsitz im oldenburgischen Essen eine Telefon-Hotline für Verbraucherfragen eingerichtet.
Hessen - Priska Hinz
(Bild: HSTK / HMUKLV)

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Seit Freitag ruht der Betrieb in Goldenstedt. Das Land Niedersachsen hat eine entsprechende Warnung auf dem Portal www.lebensmittelwarnung.de eingestellt, wie das zuständige Verbraucherschutzministerium mitteilt. Außerdem seien die Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen (Sitzländer von Rewe und Norma) informiert worden. Die behördlichen Ermittlungen dauern an. Die Behörden ermitteln auch am Standort von Fleisch-Krone Feinkost GmbH im Landkreis Cloppenburg teilte das Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit. „Mit einem Bericht über das Kontrollergebnis rechnen wir am Mittwoch“, sagte Ressortchefin Barbara Otte-Kinast zum Produktrückruf nach Listeriennachweis in einem Statement.

Zuletzt, erst Anfang Oktober, hatten Funde von Listerien in Produkten und im Herstellungsbetrieb den nordhessischen Fleischwaren-Hersteller Wilke in die Knie gezwungen. Der Nachweis der Bakterien wird mit mehreren Toten in Verbindung gebracht. Die Firma hat inzwischen Antrag auf Insolvenzverfahren gestellt, versucht aber weiter, gegen die Betriebsschließung vorzugehen.
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