Pandemie-Krise Corona überschattet alles

Dienstag, 17. März 2020
Egal ob Außengastronomie, Kantinen, Sportarenen und Restaurants: Geschlossene Betriebe ordern weder beim Metzger noch im Fleischgroßhandel.
Foto: imago images / Future Image
Egal ob Außengastronomie, Kantinen, Sportarenen und Restaurants: Geschlossene Betriebe ordern weder beim Metzger noch im Fleischgroßhandel.

Das soziale Leben im Land wird zusehends runtergefahren. Betriebe helfen mit spontan auf die Beine gestellten Lieferungen. Aber im Catering schlägt das bei den Fleischern schwer ins Kontor.

In der Corona-Krise haben Bund und Länder inzwischen zu Maßnahmen gegriffen, die wohl vor wenigen Wochen noch keiner für möglich gehalten hätte. Gelegenheiten, an denen viele Menschen zusammentreffen, wurden systematisch eingeschränkt.

Das trifft auch die Fleischer. Während sie zumindest bis zuletzt beim Ladengeschäft noch davon profitierten, dass manche Kunden hamstern und dass zurzeit vermehrt zu Hause gegessen wird, liegen Partyservice und Catering quasi auf Eis. Mensen und Betriebskantinen sind geschlossen. Das reißt tiefe Löcher in die Kassen des Fleischerhandwerks.

Bratwurst Stadion
(Bild: imago images / Hartenfelser)

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Mit Kurzarbeitergeld und kurzfristigen Liquiditätsbeihilfen hat die Bundesregierung schnelle Hilfe in Aussicht gestellt. Das begrüßt das Fleischerhandwerk ausdrücklich. Hauptgeschäftsführer Martin Fuchs vom Deutschen Fleischer-Verband (DFV) blickt jedoch schon auf die Zeit danach, wenn sich die Wogen wieder geglättet haben und Kredite bedient werden müssen. Die entgangenen Umsätze ließen sich ja kaum wieder aufholen. Hier wünscht sich der Verband eine gezielte Unterstützung für die kleinen Betriebe, etwa in Form von Zuschüssen. Fuchs: „Die schmeißt es nun mal schneller um.“ Und das könne tiefgreifende Strukturveränderungen mit sich bringen. Da sei es wichtig, die lokalen, regionalen und auch die nationalen Versorgungsketten gezielt im Blick zu haben. 

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Um jetzt trotz der Einschränkungen die Versorgung aufrecht zu erhalten, gerade für ältere und schwächere Menschen, bieten erste Fachgeschäfte zusätzlich einen Lieferservice an. Die Handwerksmetzger nehmen ihren Versorgungsauftrag also ernst.

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