Ranking: Die größten Schweineschlachter
Ranking

Die größten Schweineschlachter

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Die großen Drei – Tönnies, Vion und Westfleisch – brachten 2017 insgesamt 33,36 Mio. Schweine an die Haken.
Die großen Drei – Tönnies, Vion und Westfleisch – brachten 2017 insgesamt 33,36 Mio. Schweine an die Haken.

FRANKFURT Die zehn größten Schweineschlachter brachten im Jahr 2017 zusammen etwa 45,85 Mio. Schweine an die Haken.

Die großen Drei – Tönnies, Vion und Westfleisch – dominieren den Schlachtschweinemarkt hierzulande. Zusammen bringen die Konzerne 33,36 Mio. Schweine an die Haken. Das entspricht einem Marktanteil von 57,7 Prozent. Während die zehn größten Unternehmen die Anzahl der Schlachtungen 2017 entgegen dem Markttrend um 3,3 Prozent steigerten, reduzierte nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) ein Fünftel der Betriebe die Kapazitäten um 2,4 Prozent.

Die Top 10 der deutschen Schweineschlachter 2017

Tönnies, Rheda-Wiedenbrück
Die Tönnies-Gruppe steht mit 16,6 Mio. Schweineschlachtungen an der Spitze des Rankings - ein Plus von 2,5 Prozent. Zum Vorjahr bauten die Ostwestfalen ihre Position damit nochmals aus. 2016 brachten das Unternehmen noch 16,2 Mio. Tiere an die Haken. Nicht berücksichtigt sind in dieser Platzierung die rund 400.000 Schlachtungen an ausländischen Standorten des Konzerns.
Das Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück.
Tönnies
Das Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück.
Vion, Hilden
Platz zwei im Ranking belegt das deutsch-niederländische Unternehmen mit insgesamt 8,5 Mio. Schweineschlachtungen. Im Vorjahr gingen noch 8,87 Mio. Tiere an die Haken. Der Marktanteil von Vion sinkt damit zu 2016 um 0,2 Prozent auf nun 14,7 Prozent.
Westfleisch, Münster
Der Genossenschaftskonzern aus dem Münsterland legte bei den Schlachtungen zum Vorjahr zu. Gingen 2016 noch 8,04 Mio. Schweine an die Haken, so waren es im vergangenen Jahr 8,26 Mio. Schweine - ein Zuwachs von 2,8 Prozent.


Danish Crown, Essen (Oldb)
Der dänische Schlacht- und Zerlegekonzern bringt es in Deutschland auf 3,62 Mio. geschlachtete Ringelschwänze. Inbegriffen sind die Schlachtungen am Standort Teterow in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Jahr zuvor schlachtete Danish Crown drei Mio. Schweine.


Müller-Gruppe, Birkenfeld / Württ.
Die Müller-Gruppe schlachtete zuletzt 2,15 Mio. Schweine in Deutschland. Im direkten Vergleich zu 2016 war das ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Entsprechend kletterte der Marktanteil von 3,5 auf nun 3,7 Prozent.


Böseler Goldschmaus, Garrel
Den sechsten Rang belegen die Niedersachsen aus dem Landkreis Cloppenburg. Goldschmaus verbuchte im vergangenen Jahr gut 1,78 Mio. Schweineschlachtungen auf sein Konto - und damit etwas mehr als 2016 (1,77 Mio. Schweine). 
Tummel, Schöppingen
Das Schlachtunternehmen aus dem westlichen Münsterland brachte es 2017 auf 1,55 Mio. Schlachtungen. Die Zahlen hielt Tummel damit zum Vorjahr stabil.


Willms-Gruppe, Loxstedt
Das Schlachtunternehmen aus dem Landkreis Cuxhaven brachte es 2017 auf 1,4 Mio. Schlachtungen. 2016 schlachtete Willms noch 960.000 Schweine. In den Zahlen ist der Standort Bochum enthalten.


Simon, Wittlich
Das Familienunternehmen aus der Region Eifel/Mosel konnte seine Schlachtungen steigern. Während 2016 noch 1,04 Mio. Tiere an die Haken gingen, waren es 2017 insgesamt 1,07 Mio. Schweine.


Manten, Geldern
Neu unter den Top Ten ist das Familienunternehmen vom Niederrhein. Mit 920.000 Schweineschlachtungen schafft es Heinrich Manten auf Platz 10. Auch Manten hat seine Schlachthaken gesteigert. 2016 waren es noch 850.000.

Unter dem Strich schlachten die Top Ten Unternehmen in Deutschland vier Fünftel aller Schweine. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 57,9 Mio. Schweine in der Bundesrepublik geschlachtet.
Quelle: ISN
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