Rückblick 2019 Die Themen des Jahres

Freitag, 20. Dezember 2019
Foto: Ulrike Leone / pixabay.com

Ein Portal zum Petzen, das Tierwohllabel, die Kassensicherungsverordnung, die Kursrallye an den Schlachtschweinemärkten, die IFFA, die Bewegung Fridays-for-Future und die Listerien: Diese Schlagzeilen begleiteten Schlachter und Zerleger, Verarbeiter und fleischerhandwerkliche Betriebe durch die vergangenen zwölf Monate.
Eine Bildergalerie mit den nachfolgenden Themen des Jahres 2019 finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Januar: Foodwatch lädt zum Petzen ein

Topf Secret“ startet. Über das Portal können Verbraucher vereinfacht Hygieneberichte von Bäckern, Metzgern, Gastronomen bei Ämtern anfragen und diese veröffentlichen. Betrieben wird die Seite von Foodwatch und „FragdenStaat“. Im Lauf des Jahres beschäftigen sich einige Gerichte mit der umstrittenen Praxis.

Februar: Klöckner konkretisiert Label

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner legt die Kriterien für ihr staatliches Tierwohl-Kennzeichen vor. Unter anderem an der geplanten Freiwilligkeit entbrennt in der Politik danach ein heftiger Streit. Im April überholt der Handel die Ministerin von rechts mit seinem Kennzeichnungssystem der „Haltungsform“.

März: Ortstermin in Berlin

In der Berliner Fleischerei Bünger führte der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) Abgeordneten des Bundestags konkret vor Augen, welche Probleme das neue Kassengesetz beim sogenannten Durchbedienen macht. Mit Erfolg: Verkäuferinnen dürfen nach wie vor an mehreren Stationen bedienen und erst am Ende den Vorgang abschließen.

April: Preis-Rallye startet

Getrieben vom florierenden China-Export im Zuge der ASP legte die Notierung für Schlachtschweine im Jahr 2019 eine sagenhafte Preis-Rallye hin. Um fast 70 Cent je Kilogramm SG schnellte der Kurs seit Januar nach oben – zunächst langsam, ab April aber mit immer höheren wöchentlichen Aufschlägen.

Mai: IFFA – Tradition trifft Hightech

„Die Stimmung war fantastisch.“ Zur IFFA 2019 geriet nicht nur Messe-Chef Wolfgang Marzin ins Schwärmen. Die Leitmesse der Fleischwirtschaft in Frankfurt am Main bewies sich wieder mal als Mekka der globalen Fleischwirtschaft. Industrie und Handwerk zeigten sich in bester Investitionslaune.

Juni: #stolzaufmeinenberuf

Mit der Aktion #stolzaufmeinenberuf setzt die Nationalmannschaft in den sozialen Netzwerken ein Zeichen für mehr Respekt und Wertschätzung für die Ausbildungsberufe im Fleischerhandwerk. Auslöser war die Netzdiskussion rund um die abfällige Äußerung einer Supermarktkundin über die Verkäuferinnen hinter der Fleischtheke.

Juli: Plaudern mit der Kanzlerin

Beim Sommerfest des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sorgte die Nationalmannschaft der Metzger erneut für Aufmerksamkeit. Neben zahlreichen Politikern zeigten die jungen Botschafter des Fleischerhandwerks auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie sehr sie für ihre Berufe brennen.

August: Demo für mehr Tierrechte

Mit dem „Official Animal Rights March“ haben Tieraktivisten auf die „Missstände der Tierhaltung und deren Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Welthunger“ aufmerksam gemacht. Rund 6000 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligten sich an dem Marsch auf die Hauptstadt.

September: Lösungen gegen Verpackungsmüll

Die Bewegung „Fridays-for-Future“ hat es geschafft, den Umweltschutz zurück in das Bewusstsein der Menschen zu holen: Plastik wird zum Kassengift. Das Forum der Fleischwirtschaft stellt sich der Herausforderung und zeigt den Spagat der Lebensmittelhersteller zwischen Verbraucherschutz und Umweltgift auf.

Oktober: Anuga bricht alle Rekorde

Auch zum 100. Jubiläum zeigte die weltgrößte Fachmesse für Lebensmittel und Getränke erneut, dass sie die globale Nummer 1 der Branche ist. Während Listerien den nordhessischen Fleischverarbeiter Wilke zu Fall bringen, versammeln sich in den Kölner Messehallen 170.000 Fachbesucher aus 201 Ländern.

November: Branche unter Zugzwang

Die Nachweise von Listerien in Industrie und Handwerk schrecken die Republik auf. Über Wochen wird über Problemfelder und Lösungsansätze bei der Prävention diskutiert. Neben den Betrieben gerät auch die Lebensmittelüberwachung in die Kritik. Überdies fehlt es an ausreichend Kontrolleuren.

Dezember: Überwachung in der Kritik

Die Zahl der Produktrückrufe erreicht 2019 einen neuen Rekord. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass von Lebensmitteln eine wachsende Gefahr ausgeht. Anlass zur Sorge geben Recherchen von Foodwatch. Danach fällt jede dritte Kontrolle durch die Lebensmittelüberwachung wegen Personalengpässen aus.
Lassen Sie das zu Ende gehende Jahr 2019 noch einmal Revue passieren mit unseren Bildergalerien:

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